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Arbeitsspeicher: Kurse geben um bis zu 8,8 Prozent nach

Meldung von doelf, Sonntag der 10.04.2022, 17:10:32 Uhr

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Im März 2022 waren die Kurse für Arbeitsspeicher am Spot-Markt in Taiwan angezogen, denn Russlands Überfall auf die Ukraine hatte die Rohstoffpreise explodieren lassen, während China aufgrund neuer Covid-Ausbrüche eine Millionenmetropole nach der anderen abgeriegelt hatte. Krieg und Abriegelungen sind auch weiterhin trauriger Alltag, doch inzwischen lässt das frostige Konsumklima die DRAM-Kurse wieder kräftig fallen. Der Speichertyp DDR4-2666 16Gb 2Gx8 hat sogar einen neuen Tiefstand erreicht.

DRAM-Kurse

Seit August 2021 befindet sich der Speichertyp DDR4-2666 16Gb 2Gx8, der am Freitag für durchschnittlich 7,113 US-Dollar gehandelt wurde, auf unserer Beobachtungsliste. Diese Variante ist im Monatsverlauf um 8,81 Prozent billiger geworden, nachdem wir von Dezember bis März Aufschläge von 0,38, 2,26, 1,99 und 2,38 Prozent gesehen hatten. Zwischen September und November 2021 war der Kurs stetig gefallen (-5,13%; -1,51%; -7,90%). Tatsächlich markiert der aktuelle Preis einen neuen Tiefstand. Zwei gleich schnelle 8Gb-Chips sind mit 7,362 US-Dollar etwas teurer. Als eTT-Variante (funktionsgetestet, aber ohne konkrete Taktangabe) sind 16Gb-Chips (2Gx8) schon für 5,590 US-Dollar (-5,46%) zu haben.

Die Variante DDR4-2666 8Gb 1Gx8 hatte im Sommer ihren DDR4-2400-Vorgänger beerbt, sie notierte am Freitag mit 3,681 US-Dollar und damit um 5,45 Prozent unter dem Kurs von Anfang März. Im ersten Quartal 2021 waren die Kurse Monat für Monat kräftig angestiegen (+19,72%; +7,95%; +19,81%), bis Juli folgte dann ein Auf und Ab (-3,35%; +7,10%; -3,93%; +3,03%) und von August bis November sahen wir eine klare Abwärtsbewegung (-3,14%; -15,42%, -3,19%; -10,04%). Ab Dezember stieg der Kurs dann wieder (+1,68%; +11,64%; +1,32%; +3,48%). Die aktuellen Preise liegen um 14,89 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.

Als Auslaufmodell beobachten wir die 4Gb-Chips nur noch in der Variante DDR3-1600/1866 4Gb 512Mx8, hier ist der Kurs im Monatsvergleich um 4,83 Prozent auf 2,681 US-Dollar gefallen. Die Preise der DDR3-Chips waren von Januar bis Mai 2021 gestiegen (+12,38%; +41,98%; +11,11%; +12,88%; +1,32%), seither geht es uneinheitlich weiter (-4,06%; +0,34%; -5,57%; -12,10%; -4,41%; +0,81%; -0,58%; +5,92%; +2,05%; +0,9%). Vor einem Jahr hatte es deutliche Preissprünge nach oben gegeben, weshalb der aktuelle Kurs um 19,49 Prozent unter dem Vorjahrespreis liegt.

Wechselkurs und Ausblick
Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Am Freitag war ein Euro zum Handelsschluss 1,0879 US-Dollar wert und notierte damit um 0,19 Prozent schwächer als Anfang März. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro 8,71 Prozent eingebüßt, denn der Krieg in der Ukraine setzt die europäischen Währungen weiterhin unter Druck. Auch auf die weitere Preisentwicklung wird dieser sinnlose Feldzug Wladimir Putins einen wesentlichen Einfluss haben. Wirtschaftssanktionen und explodierende Rohstoffpreise heizen die Inflation an, zugleich verschlechtert sich das Konsumklima, weshalb die Hersteller nicht beliebig an der Preisschraube drehen können. Am Ende ist Brot wichtiger als ein neuer PC oder ein Smartphone und da ein Brot keine DRAM-Chips benötigt, wird deren Überangebot weiter anwachsen, was fallende Preise bedeutet.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

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