Arbeitsspeicher: Die Preise fallen wieder
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Arbeitsspeicher: Die Preise fallen wieder

Meldung von doelf, Donnerstag der 05.09.2019, 13:59:01 Uhr

Im Juli hatte Japan Beschränkungen für die Ausfuhr elektronischer Bauteile wie Speicherchips gegen sein Nachbarland Südkorea verhängt. In der Folge waren insbesondere die Kurse für DRAM-Speicher sprunghaft angestiegen. Nun, da die Exportbeschränkungen wieder gelockert wurden, normalisiert sich die Lage. Es gibt aber noch Luft nach unten.

Als Grund für die Ausfuhrbeschränkungen hatte Japan Sicherheitsbedenken gegenüber südkoreanischen Technologiefirmen angeführt. Diese habe man zwischenzeitlich ausräumen können. Tatsächlich war Japan jedoch über Entschädigungsforderungen der Südkoreaner für Zwangsarbeiter während der japanischen Besatzung zwischen 1910 und 1945 erbost. Dieser Konflikt schwelt schon seit Jahrzehnten und belastet die beiden Länder immer wieder. Doch trotz aller Spannungen scheint man es derzeit nicht auf einen ausufernden Handelskrieg anzulegen, schließlich hat man mit den USA und China ein abschreckendes Beispiel vor Augen. Doch kommen wir zum Arbeitsspeicher:

DRAM-Kurse

Für den Speichertyp DDR4-2133/2400 8Gb 1Gx8 musste man am gestrigen Handelstag im Schnitt 3,327 US-Dollar auf den Tisch legen. Anfang August waren es 3,633 US-Dollar (-8,42%) gewesen, doch Anfang Juli hatte man nur 3,066 US-Dollar (+8,51) gezahlt. Blicken wir ein ganzes Jahr zurück, ist der Preis dieser Chips um 54,89 Prozent gefallen.

Die halbe Speicherkapazität, also DDR4-2133/2400 4Gb 512Mx8, kostet momentan 1,897 US-Dollar. Zu Beginn des Vormonats waren es 2,083 US-Dollar (-8,93%) gewesen, doch Anfang Juli hatten wir noch 1,731 US-Dollar (+9,59%) notiert. Ziehen wir den Vorjahreszeitraum heran, sind die 4Gb-DDR4-Chips um 48,23 Prozent billiger geworden.

Für die gleiche Größe, aber in Form von DDR3-1600/1866 4Gb 512Mx8, wurden zuletzt 1,613 US-Dollar gezahlt. Hier war der Kurs im Laufe des Juli von 1,434 US-Dollar (+12,48%) auf 1,670 US-Dollar (-3,41%) gesprungen. Der Blick auf September 2018 offenbart den mit 47,17 Prozent geringsten Einbruch.

Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,1034 US-Dollar wert und notierte damit um 0,7 Prozent schwächer als Anfang August. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro sogar 4,73 Prozent eingebüßt. Aktuell würden wir abwarten: Der Markt ist gesättigt und die Preise dürften im Laufe des Septembers weiter nachgeben.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

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