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Windows 10 Version 1809: Probleme mit älteren AMD-GPUs behoben

Meldung von doelf, Donnerstag der 07.02.2019, 13:34:24 Uhr

Microsoft hat eine weitere Update-Blockade für Windows 10 Version 1809 entfernt, denn die Probleme mit AMDs gut zehn Jahre alten Grafiklösungen der Baureihen Radeon HD 2000 und HD 4000 konnten gelöst werden. Firmen, die Sicherheitssoftware von Trend Micro verwenden, müssen diese Programme vor dem Update des Betriebssystems aktualisieren.

Noch keine Lösung gibt es für die Netzwerkprobleme im Zusammenspiel mit dem VPN-Client von F5 Networks. Microsoft braucht nach eigenen Angaben noch bis Mitte März 2019, um seinen diesbezüglichen Fehler zu korrigieren. Eine weitere Baustelle bleiben die fehlerhaften Grafiktreiber von Intel. Der Chipriese hat diese zwar repariert, doch die Verteilung über die OEM-Kunden hängt.

Hier eine Übersicht aller offenen und beendeten Baustellen:

Gelöst: Probleme mit dem Morphisec Software Development Kit
Aufgrund einer Inkompatibilität mit Software auf Grundlage des "Morphisec Software Development Kits" konnte Microsoft Office keine Dokumente speichern. Zu den betroffenen Programmen gehörten "Cisco AMP for Endpoints" (älter als Version 2.4.8) und "Morphisec Protector" (älter als Version 6.2.3.10814), von denen inzwischen fehlerbereinigte Fassungen vorliegen. Für Systeme mit älteren Programmversionen verhindert Microsoft weiterhin die Installation von Windows 10 Version 1809.

Gelöst: Netzlaufwerke verbinden sich nicht
Nach der Anmeldung bei Windows 10 Version 1809 wird einigen Nutzern das rote X neben den Netzlaufwerken aufgefallen sein. Die Netzlaufwerke verbinden sich nämlich nicht mehr und werden als nicht verfügbar gemeldet, wenn man sie in der Konsole über "net use" verbinden möchte. Als Zwischenlösung hatte Microsoft PowerShell-Skripte bereitgestellt, nun konnte der Fehler vollständig beseitigt werden.

Gelöst: Stress mit der iCloud
Apples iCloud für Windows ist in der Version 7.7.0.27 nicht kompatibel mit Windows 10 Version 1809. Wer diese Version verwendet und dann das Update auf Windows 10 Version 1809 durchführt, bekommt Probleme beim Aktualisieren und Synchronisieren geteilter Alben. Der Versuch, iCloud 7.7.0.27 auf Windows 10 Version 1809 zu installieren, scheitert mit dem Hinweis auf ein nicht unterstütztes Betriebssystem. Inzwischen gibt es iCloud jedoch in der neuen Version 7.8.1, welche sauber funktioniert.

Gelöst: Probleme mit AMD Radeon HD 2000 und HD 4000
AMDs Grafiklösungen der Baureihen Radeon HD 2000 und HD 4000 kamen vor gut zehn Jahren auf den Markt und werden schon lange nicht mehr mit Treibern versorgt. Unter Windows 10 hat man daher die Wahl, einen funktional stark reduzierten Standardtreiber oder eine alte Treiberversion für Windows 7 manuell zu installieren. Nach dem Update auf Windows 10 Version 1809 lahmte der Sperrbildschirm und in Edge blieben Tabs mit der Fehlermeldung "INVALID_POINTER_READ_c0000005_atidxx64.dll" stehen. Microsoft hat inzwischen eine Lösung für die genannten Probleme gefunden und die Update-Sperre aufgehoben.

Software-Update vor Installation notwendig: Trend Micros Sicherheitssoftware
Ältere Versionen der Programme "OfficeScan" und "Worry-Free Business Security" von Trend Micro sind nicht kompatibel und verursachen beim Update auf Windows 10 Version 1809 erhebliche Probleme. Für die meisten Programme hat Trend Micro bereits kritische Updates veröffentlicht, lediglich bei Deep Security 11.0 und Endpoint Application Control 2.0 SP1 stehen die Korrekturen noch aus. Findet die Installation von Windows 10 Version 1809 eine problematische Version der Programme, wird das Update des Betriebssystems abgebrochen.

Offen: Probleme neben dem VPN-Tunnel
Wird ein VPN-Client von F5 Networks eingesetzt, funktioniert nur noch der Netzwerkverkehr durch den Tunnel. Alle Anfragen, die außerhalb des Tunnels erfolgen, schlagen fehl. Laut F5 handelt es sich um eine Regression, die Microsoft verschuldet hat. Die Redmonder arbeiten daran, werden aber erst Mitte März eine Lösung bieten können. Bis dahin sollen betroffene Kunden jegliche Daten durch den VPN-Tunnel schicken. Ist Windows 10 Version 1809 noch nicht installiert, wird das automatische Update blockiert.

Offen: Intel schießt mal wieder die Audioausgabe
Zur ersten Veröffentlichung von Windows 10 Version 1809 hatte Intel den falschen Audio-Treiber (Version 09.21.00.3755) für die "Intel Smart Sound Technology" geliefert und damit die Audioausgabe zerschossen. Doch es gibt auch zwei fehlerhafte Grafiktreiber (Versionen 24.20.100.6344 und 24.20.100.6345), die Intel im September 2018 veröffentlicht und auch an die Hersteller von Mainboards und PCs verteilt hatte. Wird Windows 10 Version 1809 auf einem System mit fehlerhaftem Treiber installiert, fällt abermals der Ton aus, diesmal ist allerdings die Audiowiedergabe über HDMI, DisplayPort und USB-C betroffen. Intel hat die Treiber inzwischen zwar ersetzt, doch noch stellen nicht alle OEM-Hersteller die neuen Versionen über Windows Update bereit, weshalb die Aktualisierung auf Windows 10 Version 1809 für betroffenen Systeme weiterhin zurückgehalten wird.

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