Neu von MSI

Ubuntu 16.04.2 LTS: Die ISO-Abbilder fehlen noch

reported by doelf, Donnerstag der 16.02.2017, 17:27:04 Uhr

Eigentlich hatte die Canonical Foundation das Update auf Ubuntu 16.04.2 für Mitte Januar geplant, den Termin dann aber auf den 2. und schließlich auf den 9. Februar verschoben. Auch dieser Termin platzte, doch inzwischen wird die Version 16.04.2 als Update ausgeliefert. Was allerdings noch fehlt, sind die ISO-Abbilder.

Ubuntu 16.04 LTS (Xenial Xerus) genießt Langzeitunterstützung und wird bis zum Jahr 2019 mit Sicherheits-Updates versorgt werden. LTS ist aber nicht gleichbedeutend mit Stillstand und so werden viele Neuerungen von Ubuntu 16.10 (Yakkety Yak) für die Version 16.04 portiert und in Form von Point-Releases veröffentlicht. Ubuntu 16.04.2 LTS ist ein solcher und bringt den Linux-Kernel 4.8 (Ubuntu 16.04.1: Kernel 4.4) sowie einen aktualisierten X.Org Server inklusive Mesa 3D 12.0.6 (Ubuntu 16.04.1: Mesa 3D 11.2.0).

Wer unsicher ist, ob seine Installation bereits auf die Version 16.04.2 aktualisiert wurde, gibt in einem Terminal die folgende Abfrage für die "Linux Standard Base" (LSB) ein:

lsb_release -av

Insbesondere Ubuntu-Einsteiger sind immer wieder überrascht, dass ihr System nach einer erfolgreichen Aktualisierung weiterhin mit dem alten Kernel und dem alten X.Org-Stack läuft. Bei Ubuntu spricht man vom "Hardware Enablement Stack" (HWE) und dieser muss immer manuell aktualisiert werden, da ein automatisches Upgrade zu riskant wäre. Schließlich geht es hier um grundlegende Hardware-Unterstützung, die ein System im Ernstfall lahmlegen kann.

Fragen wir zunächst die Kernel-Version ab:

uname -rm

Auch nach dem Upgrade auf Ubuntu 16.04.2 läuft auf unserem Testsystem (x86-64) der Kernel 4.4.0-62-generic. Abhilfe schafft folgender Aufruf:

sudo apt install --install-recommends xserver-xorg-hwe-16.04

Nun nutzt unser Rechner den Kernel 4.8.0-36-generic.

Ich persönlich mag die Geschmacksrichtung Ubuntu MATE und seit Januar 2017 gibt es eine neue Version des MATE-Desktops für Xenial Xerus. Die aktuell installierte Version kann man im Menü "System" unter dem Punkt "Über MATE" abrufen. Sollte dort noch 1.12 oder 1.14 stehen, lässt sich der aktuelle MATE Desktop 1.16.1 ebenfalls händisch nachinstallieren:

sudo apt-add-repository ppa:ubuntu-mate-dev/xenial-mate
sudo apt update
sudo apt full-upgrade

Wie immer gilt: Die Verwendung obiger Aufrufe geschieht somit auf eigene Gefahr! Sollte euer Rechner nicht mehr starten oder zu einem sprechenden Toaster mutieren, lehnen wir jegliche Verantwortung ab!

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