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Arbeitsspeicher: Preise legen um bis zu 42 Prozent zu

Meldung von doelf, Dienstag der 16.02.2021, 11:26:49 Uhr

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Bereits zum Jahreswechsel hatten die Preise für Arbeitsspeicher am Spot-Markt in Taiwan kräftig zugelegt, doch in den letzten Wochen hat sich dieser Trend für die 2Gb-Chips nochmals verstärkt. Während sich die DDR4-Variante nur um gut 30 Prozent verteuert hat, ist der Kurs der DDR3-Chips um fast 42 Prozent in die Höhe geschossen. Offenbar waren viele Einkäufer auf die kleineren Varianten ausgewichen, nachdem die Preise der 4Gb-Chips schon im Januar um knapp 20 Prozent angestiegen waren.

An dieser Stelle ist anzumerken, dass die aktuellen Zahlen aus Taiwan auf den 10. Februar 2021 datieren. Aktuell ist der dortige Spot-Markt aufgrund der Neujahrsferien geschossen. Als ein Auslöser für den aktuellen Preisanstieg gilt ein gut einstündiger Stromausfall in Microns Fab 11, der sich am 3. Dezember 2020 ereignet hatte. Das Werk in Taoyuan City, Taiwan kam mit der Übernahme von Inotera zu Micron und verarbeitete zuletzt ca. 125.000 Wafer pro Monat. Dies entspricht rund neun Prozent der weltweiten DRAM-Produktion.

DRAM-Kurse

Für den Speichertyp DDR4-2400 8Gb 1Gx8 musste man am 10. Februar im Schnitt 3,735 US-Dollar auf den Tisch legen, was einem Aufschlag von 7,95 Prozent entspricht. Im Januar hatten wir sogar einen Preissprung von 19,72 Prozent gesehen. Von Januar bis April 2020 hatte es bei diesen Chips einen sich abschwächenden Preisanstieg gegeben (+12,56%, +11,03%, +3,79%, +2,08%), von Mai bis August folgten dann Abschläge in einem ähnlichen Rahmen (-8,72%, -8,04%, -12,09%, -2,79%). September bis Dezember zeigten sich uneinheitlich (+0,27%, +12,88%, -3,62%, +1,55%). Blicken wir ein Jahr zurück, so ist der Preis um 8,80 Prozent gestiegen.

Die halbe Speicherkapazität, also DDR4-2133/2400 4Gb 512Mx8, kostet momentan 2,400 US-Dollar und liegt damit um 30,22 Prozent über dem Kurs des Vormonats. Bei diesen Chips hatte der Preisverfall schon im April 2020 eingesetzt und bis November 2020 angehalten (-4,51%, -6,47%, -4,44%, -5,34%, -1,68%, -0,80%, -2,18%, -1,81%). Anfang Dezember 2020 notierten wir dann einen Kursanstieg um 2,74 Prozent und im Januar ein Plus von 6,90 Prozent. Der Blick auf den Vorjahreswert offenbart einen geringfügigen Anstieg um 15,22 Prozent.

Für die gleiche Größe, aber in Form von DDR3-1600/1866 4Gb 512Mx8, wurden zuletzt 2,655 US-Dollar gezahlt, was sogar einem Preissprung von 41,98 Prozent entspricht. Nachdem dieser Kurs zwischen Januar und März 2020 immer stärker zugelegt hatte (+6,39%, +9,39%, +11,61%), folgte von April bis August ein kontinuierlicher Preisverfall (-9,28%, -5,93%, -5,71%, -5,10%, -3,96%). September (+2,66%), Oktober (-1,84%) und November (+2,43%) zeigten sich uneinheitlich, dann folgten heftige Aufschläge im Dezember (+12,66%) und Januar (+12,38%). Binnen zwölf Monaten ist dieser Kurs um 51,89 Prozent gestiegen.

Wechselkurs und Ausblick
Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,2120 US-Dollar wert und notierte damit um 1,67 Prozent schwächer als Anfang Januar 2021. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro allerdings um 11,07 Prozent zugelegt. Die zukünftige Preisentwicklung wird weiterhin von der in vielen Teilen der Welt ungebremsten Corana-Pandemie geprägt. Der kurzfristige aber heftige Effekt durch die beim Stromausfall zerstörten Wafer dürfte derweil im März abebben, nachdem er sich in diesem Monat nur auf die kleineren Chips verlagert hatte.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

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