AM4-Aktion

DRAM: Die Preise fallen weiter

reported by doelf, Mittwoch der 09.05.2018, 20:11:11 Uhr

Seit Jahresbeginn sind die Kurse für Arbeitsspeicher am DRAM-Spot-Markt in Taiwan um bis zu 15 Prozent gefallen. Vergleichsweise teuer bleiben dabei die 8Gb-Chips, während sich die 4Gb-Chips (DDR4 und DDR3) so langsam wieder dem Preisniveau von September 2017 annähern - also vor dem letzten großen Sprung nach oben.

DRAM-Kurse

Für den Speichertyp DDR4-2133 8Gb 1Gx8 musste man heute im Schnitt 8,880 US-Dollar auf den Tisch legen, das sind 1,70 Prozent weniger als Anfang April. Seit Januar 2018 sind diese Chips um 7,42 Prozent billiger geworden, während der Blick auf Mai 2017 einen kräftigen Preisanstieg um 39,16 Prozent offenbart.

Die halbe Speicherkapazität, also DDR4-2133 4Gb 512Mx8, kostet momentan 4,141 US-Dollar. Binnen Monatsfrist ist der Kurs dieser Variante um 7,75 Prozent gefallen. Der Vergleich mit Januar 2018 belegt einen Preisrutsch um 14,95 Prozent. Doch wenn wir Mai 2017 als Ausgangspunkt nehmen, liegt der Kurs um 27,65 Prozent höher.

Für die gleiche Größe, aber in Form von DDR3-1600 4Gb 512Mx8, werden aktuell 3,374 US-Dollar gezahlt. Dies bedeutet einen Rückgang um 4,69 Prozent. Seit Januar 2018 ist der Preis der DDR3-Chips um 14,32 Prozent gesunken, wobei er immer noch um 16,75 Prozent über dem Stand von Mai 2017 liegt.

Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,1865 US-Dollar wert und notierte damit um 3,40 Prozent niedriger als Anfang April, so dass der Preisverfall weitgehend verpufft. Ein schwacher Trost: Binnen eines Jahres ist der Euro im Vergleich zum US-Dollar um 8,61 Prozent gestiegen.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

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