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Arbeitsspeicher: Die Kurse für DDR4-Chips geben weiter nach

Meldung von doelf, Samstag der 06.11.2021, 16:17:13 Uhr

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Auch im Laufe der vergangenen vier Wochen sind die Preise für DDR4-Speicher am Spot-Markt in Taiwan weiter gefallen, diesmal um bis zu zehn Prozent. Und das obwohl im vierten Quartal besonders viele PCs produziert werden, wodurch die Nachfrage für Arbeitsspeicher saisonal ansteigt. Nicht einmal die Markteinführung von Windows 11 konnte diesen Trend drehen. Einzig bei den DDR3-Chips, deren Produktion nach und nach zurückgefahren wird, scheint die Talsohle erreicht.

DRAM-Kurse

Seit August 2021 befindet sich der Speichertyp DDR4-2666 16Gb 2Gx8, der gestern für durchschnittlich 7,277 US-Dollar gehandelt wurde, auf unserer Beobachtungsliste. Diese Variante ist im Monatsverlauf um 7,90 Prozent billiger geworden, Anfang Oktober hatten wir einen Rückgang um 1,51 Prozent notiert und einen Monat zuvor hatte der Kurs um 5,13 Prozent nachgegeben. Zwei gleich schnelle 8Gb-Chips sind mit 6,542 US-Dollar weiterhin deutlich günstiger. Als eTT-Variante (funktionsgetestet, aber ohne konkrete Taktangabe) sind 16Gb-Chips (2Gx8) allerdings schon für 4,843 US-Dollar (-7,58%) zu haben.

Die Variante DDR4-2666 8Gb 1Gx8 hat ihren DDR4-2400-Vorgänger beerbt, sie notierte gestern mit 3,271 US-Dollar und damit um 10,04 Prozent unter dem Kurs von Anfang Oktober. Im ersten Quartal waren die Kurse Monat für Monat kräftig angestiegen (+19,72%; +7,95%; +19,81%), ab dem zweiten folgte dann ein Auf und Ab (-3,35%; +7,10%; -3,93%; +3,03%) und seit August sehen wir eine klare Abwärtstendenz (-3,14%; -15,42%, -3,19%). Seit Januar 2021 sind die 8Gb-DDR4-Chips um 5,46 Prozent günstiger geworden, doch binnen zwölf Monaten ist der Preis um 14,93 Prozent geklettert.

Als Auslaufmodell beobachten wir die 4Gb-Chips nur noch in der Variante DDR3-1600/1866 4Gb 512Mx8, hier ist der Kurs im Monatsvergleich minimal um 0,81 Prozent auf 2,598 US-Dollar gestiegen. Die Preise der DDR3-Chips waren von Januar bis Mai gestiegen (+12,38%; +41,98%; +11,11%; +12,88%; +1,32%), dann ging es uneinheitlich weiter (-4,06%; +0,34%; -5,57%; -12,10%; -4,41%). Seit Januar 2021 ist der Kurs dieser Chips um 38,93 Prozent geklettert und binnen zwölf Monaten beläuft sich der Aufschlag sogar auf happige 75,90 Prozent.

Wechselkurs und Ausblick
Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,1553 US-Dollar wert und notierte damit um 0,03 Prozent schwächer als Anfang Oktober 2021. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro 2,67 Prozent verloren. Da der anhaltende Chipmangel die DRAM-Produktion nicht betrifft, dürfte das aktuelle Überangebot noch bis zum Jahresende für fallende bzw. zumindest für stagnierende Kurse sorgen.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

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