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Windows 10 Insider Preview Build 15002 für PCs bringt Greenscreen

reported by doelf, Donnerstag der 12.01.2017, 14:13:06 Uhr

Microsoft hat den Insider Preview Build 15002 von Windows 10 für PCs im Fast-Ring veröffentlicht, die passenden ISO-Abbilder sollen nächste Woche folgen. Der Build 15002 bringt umfangreiche Änderungen: So lässt sich die Darstellung GDI-basierter Applikation für hochauflösende Bildschirme anpassen, man kann Kacheln zusammenfassen und Browser-Tabs besser organisieren. Umfangreiche Änderungen gibt es zudem bei den Einstellungen, Abstürze präsentieren sich in Grün und man kann Updates verzögern.

Neuerungen in Edge
Wie üblich werden wir uns bemühen, die Neuerungen des Insider-Builds detailliert zu beschreiben. Aufgrund der großen Anzahl von Neuerungen müssen wir uns aber etwas kürzer fassen als gewohnt: Im Webbrowser Edge lässt sich die Tab-Leiste nach unten erweitern (mit dem Winkel-Symbol rechts vom Plus-Zeichen, siehe Animation), so dass unter den Titeln der jeweiligen Tabs die Vorschaubilder der Webseiten angezeigt werden. In dieser Tab-Vorschau-Leiste kann man mit dem Finger, dem Mausrad oder dem Touchpad scrollen.

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Man kann die aktuell geöffneten Tabs auch zur Seite legen (mit den Symbolen links neben der Tab-Leiste), frisch loslegen und später zum alten Tab-Stand zurückkehren. Über das Edge-Icon in der Taskleiste lassen sich neue Fenster im normalen oder privaten Modus öffnen und unter der Haube wurde an der Multi-Prozess-Architektur des Browsers geschraubt, um die Auswirkungen hängender Webseiten zu minimieren. Flash-Inhalte, denen nicht vertraut wird, werden solange blockiert, bis der Nutzer diese per Klick freigibt. Als neue Schnittstelle gewährt die "Payment Request API" Webseiten Zugriff auf das Microsoft Wallet, was das Bezahlen im Internet erleichtern soll. Bisher handelt es sich aber nur um eine Vorschauversion, bei der noch kein Zahlvorgang ausgeführt wird.

Startmenü und Desktop
Die Kacheln im Startmenü lassen sich zur besseren Übersicht zu Ordnern gruppieren. Hierzu zieht man die Kacheln einfach übereinander. Das Teilen von Informationen orientiert sich nun an den zur Verfügung stehenden Apps. Sollen Daten geteilt werden, bietet Windows eine Auswahl der zuletzt zum Teilen genutzten Apps an. Mit der Tastenkombination Win + Shift + S kann man einen Teil des Bildschirms fotografieren. Dies ersetzt die Screenshot-Funktion von OneNote 2016. Nach der "Microsoft Management Console" (MMC) wurde nun auch der "Performance Monitor" (Perfmon) für hochauflösende Anzeigegeräte angepasst. Die entsprechenden Optimierungen kann man zudem manuell für jegliche GDI-basierte Applikation aktivieren, dies geschieht nach einem Rechtsklick auf die Programmdatei über den Menüpunkt "Eigenschaften" und den Reiter "Kompatibilität". Die Größenänderung von Fenstern (GDI und UWP) soll geschmeidiger und die Skalierung und Platzierung von Icons zuverlässiger funktionieren. Die Verbindung mit VPNs wurde in das Netzwerk-Flyout integriert, so dass man nicht erst die VPN-Einstellungen öffnen muss. Die Verwendung unterschiedlicher Benutzerkonten wurde ebenso optimiert wie die Präsentation von Benachrichtigungen im Action Center, welche Entwickler nun stärker beeinflussen können. Und der Kalender unterstützt jetzt auch den chinesischen Mondkalender.

Windows Ink, Cortana, erleichterte Bedienung und Defender
Bei Windows Ink wird für Stift, Bleistift und Textmarker die gewählte Farbe angezeigt und das Radieren wurde verbessert. Das Taskbar-Icon von Windows Ink wird auf jedem Bildschirm angezeigt und der Windows Ink Workspace wird auf dem jeweiligen Anzeigegerät geöffnet. Gibt man bei Cortana den Namen einer App ein, werden zugleich die möglichen Sprachbefehle angezeigt. Erinnerungen kann Cortana nun auch monatlich und jährlich wiederholen. Das Tastaturkürzel für die Sprachassistentin wechselt zu WIN + C, während Microsoft WIN + Shift + C für App-Charms nutzen wird. Cortana soll in Zukunft auch bei der Ersteinrichtung von Windows helfen, doch diese Umstellung ist noch nicht ganz abgeschlossen. Passend hierzu wurde auch die Sprachausgabe (Narrator) für das "Windows Preinstallation Environment" (WinPE) und das "Windows Recovery Environment" (Windows RE) ergänzt. Wichtig: Das Tastenkürzel zum Start der Sprachausgabe wurde von WIN + Enter zu STRG + WIN + Enter abgeändert. Die Darstellung mit hohem Kontrast wurde weiter optimiert und die Arbeit an der Integration der Blindenschrift schreitet ebenfalls weiter voran. Der überarbeitete Windows Defender ist jetzt nutzbar und kann neben der Virensuche auch Leistungstests und Fehleranalysen durchführen. Zudem lässt sich Windows bei hartnäckigen Problemen aus dem Defender heraus "auffrischen". Dies bedeutet eine Neuinstallation, in deren Verlauf die meisten Apps, aber keine persönlichen Dateien entfernt werden.

Verbesserte Einstellungen
Die Unterseiten der Einstellungen umfassen neuerdings Verknüpfungen zum Kundendienst, Feedback sowie zu verwandten Themen. In den Einstellungen bilden die Apps ab sofort eine eigene Kategorie, zuvor fanden sich diese unter "System". Während man eine Seite verschiebt, bleibt der Kopfbereich der jeweiligen Landungsseite fixiert. In der Kategorie "Geräte" wurden "Angeschlossene Geräte" und "Bluetooth Geräte" zusammengefasst. Das Verbinden und Trennen von Bluetooth-Geräten wurde dabei direkt in die Seite integriert. Die Einstellungen zum Bildschirm wurden neu organisiert und man kann jetzt die Auflösung ohne Umwege ändern. Gleiches gilt für die Display-Orientierung und das Skalieren der Inhalte. Falls gewünscht, kann Windows auch den Blauanteil der Bildschirmausgabe zu Nachtstunden reduzieren. Mit wärmeren Farben kann man nämlich wesentlich besser auf der Tastatur schlafen. Entwickler und Nutzer können die Belegung des Eingabegeräts "Surface Dial" konfigurieren, die Farbpalette zum Personalisieren von Windows zeigt die zuletzt gewählten Farbtöne an und die Auswahl und Konfiguration von Designs wurde von der Systemsteuerung in die Einstellungen-App verlagert. Für die geräteübergreifende Nutzung von Daten und Apps gibt es nun ebenfalls eine eigene Kategorie, bisher befanden sich die entsprechenden Einstellungen in der Kategorie "System" unter "Datenschutz". Und neben den eigenen kann man nun auch fremde Geräte einbinden. Weiterhin lassen sich kabelgebundene Ethernet-Verbindungen als getaktete Verbindungen definieren, bei denen der Datenverbrauch eingeschränkt wird.

Touchpad, Hyper-V, Updates und Greenscreen
Auf Precision-Touchpads lässt sich die Lautstärke mit 3 bzw. 4-Finger-Gesten leichter regeln, zudem wird das dazugehörige Kontrollelement angezeigt. Darüber hinaus wurden die Touchpad-Einstellungen überarbeitet und zwei neue Gruppen für 3 bzw. 4-Finger-Gesten hinzugefügt. Die dazugehörigen Suchbegriffe wurden aktualisiert und die Reaktionen auf Tipp-Gesten lassen sich flexibler konfigurieren. Es wurde auch ein Fehler behoben, aufgrund dessen das Icon für die Touchpad-Einstellungen nicht immer angezeigt wurde. Im Hyper-V Manager gibt es einen neuen Assistenten zum Anlegen virtueller Maschinen und bei Windows 10 Professional, Education und Enterprise lässt sich das Aufspielen neuer Updates um 35 Tage verzögern. Zudem soll es bei diesen Editionen leichter sein, Treiber-Updates zu umgehen. In den Einstellungen zeigt ein neues Icon den Update-Status an und Windows soll besser erkennen, ob das Gerät genutzt wird, bevor es nach einer Aktualisierung einen Neustart auslöst. Als Vorgriff auf das nächste Frühjahr und um seinen Kunden unruhige Nächte zu ersparen hat Microsoft den traditionellen Bluescreen grün angemalt. Nein, Scherz beiseite: Während reguläre Versionen von Windows bei Abstürzen weiterhin den "Bluescreen of Death" (BSOD) anzeigen, crashen die Insider-Builds ab sofort mit einem Greenscreen (GSOD), damit Microsofts Support die unterschiedlichen Entwicklungsschienen besser auseinander halten kann.

WIP, Energiemanagement, IME
Der Umgang mit Dateien, die von der "Windows Information Protection" (WIP) geschützt werden, wurde verständlicher gestaltet. Dies betrifft das Speichern und Kopieren auf externe Datenträger sowie die Bearbeitung mit vom Unternehmen nicht freigegebener Software. Um die Batterielaufzeiten des kommenden Windows 10 Creators Updates weiter zu verbessern, experimentiert Microsoft mit der Drosselung bestimmter Apps. Diese Funktion ist noch experimentell und wird daher nur stichprobenartig an wenige Benutzer verteilt. Im Task-Manager werden betroffene Apps mit dem Status "throttled" markiert. Der "Input Method Editor" (IME) für asiatische Sprachen und die Umschrift Pinyin lassen sich besser konfigurieren und nutzen. Es gibt neue Tastaturkürzel für Pinyin sowie eine überarbeitete Emoji-Auswahl mit besseren Empfehlungen. Die Tasten U und V werden bei Pinyin für neue Eingabemodi verwendet, es gibt einen eigenen Modus für Eigennamen und man kann Shortcuts für Double-Pinyin anlegen und bearbeiten. Für die Nutzer japanischer Schriftzeichen werden englische Begriffe häufiger bei den Wortvorschlägen angezeigt, da diese doch recht häufig benötigt werden.

Auf die Fehlerkorrekturen werden wir nicht weiter eingehen, denn dies würde den Rahmen einer Nachrichtenmeldung endgültig sprengen. Nur soviel sei angemerkt: Wird die Kategorie "Akku" in den Einstellungen geöffnet, stürzt die Einstellungen-App ab. Und wenn man versucht, einen Edge-Tab in ein eigenes Fenster zu ziehen, kommt es zum Systemabsturz - ein guter Test für den "Greenscreen of Death"!

  Quelle: blogs.windows.com
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