HP streicht 7.000 bis 9.000 Arbeitsplätze und erhöht Dividende um 10 Prozent
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HP streicht 7.000 bis 9.000 Arbeitsplätze und erhöht Dividende um 10 Prozent

Meldung von doelf, Montag der 07.10.2019, 11:44:18 Uhr

HP Inc., also die ehemalige "Hewlett-Packard Company" abzüglich der 2015 abgespaltenen Unternehmenssparte "Hewlett Packard Enterprise", hat eine weitere Restrukturierung angekündigt. Weltweit will das Unternehmen 7.000 bis 9.000 Arbeitsplätze abbauen und damit jährlich rund eine Milliarde US-Dollar einsparen. Dieses Geld steckt HP in höhere Dividenden und eine Ausweitung der Aktienrückkäufe.

Teure Geschenke für die Anleger...
Im Geschäftsjahr 2020 will HP mindestens 75 Prozent des Free Cash-Flow - nach aktuellen Schätzungen ca. drei Milliarden US-Dollar - an seine Investoren ausschütten. Hierzu werden die Dividenden um zehn Prozent angehoben und der Restbetrag in Aktienrückkäufe gesteckt. Bereits am 30. September 2019 hatte HPs Verwaltungsrat weitere fünf Milliarden US-Dollar für den künftigen Rückkauf ausstehender Stammaktien freigegeben. Einen Zeitplan für die Rückkäufe gibt es zwar nicht, aber primär will das Unternehmen damit die Verwässerung durch die Ausgabe von Mitarbeiteraktien auffangen. Darüber hinaus verbleiben noch 1,7 Milliarden US-Dollar aus früheren Rückkaufprogrammen.

...und eine bittere Pille für die Mitarbeiter
Angesichts dieser Beträge wirkt die erhoffte Kostenersparnis, welche HP durch die Entlassung von 7.000 bis 9.000 Mitarbeitern erzielen will, geradezu bescheiden: Ab Ende 2022 sollen die Maßnahmen rund eine Milliarde US-Dollar jährlich einsparen, doch zunächst wird der Umbau rund eine Milliarde US-Dollar verschlingen. Davon werden 100 Millionen US-Dollar bereits im vierten Quartal 2019 fällig, was auf erste Entlassungen zum Jahresende hindeutet. Dabei hatte HP erst im laufenden Jahr knapp 5.000 Jobs gestrichen und seine Mitarbeiterzahl auf ca. 50.000 reduziert. Die neuen Restrukturierungsmaßnahmen betreffen somit 14 bis 18 Prozent der noch verbliebenen Arbeitsplätze.

Der Ausblick für 2020
HP erwartet für das Geschäftsjahr 2020 zwischen 1,98 und 2,10 US-Dollar Gewinn je Aktie (GAAP). Für 2019 hat das Unternehmen deutlich mehr, nämlich 2,31 bis 2,35 US-Dollar, in Aussicht gestellt. Das klingt nach einem heftigen Einbruch, doch von den Zahlen für 2020 wurden bereits 0,22 bis 0,24 US-Dollar abgezogen, die HP größtenteils in die Restrukturierung, Abwicklungsgebühren für leistungsorientierte Pensionspläne, Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Steueraufwendungen stecken wird. Angesichts der massiven Entlassungen der vergangenen Jahre erweckt HP ehedem den Eindruck einer Dauerbaustelle ohne eine klare Langzeitstrategie.

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