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Pinkel-Power beim Glastonbury Festival

reported by doelf, Montag der 19.06.2017, 15:02:36 Uhr

Nein, Harnstoff macht nicht nur Diesel sauberer, sondern kann auch selbst als Kraftstoff dienen. Beispielsweise beim Glastonbury Festival, bei dem die "Pee Power"-Urinale seit dem Jahr 2015 erprobt werden. Und das ganze funktioniert so gut, dass die Universität von Bristol jetzt einen 5-Jahres-Vertrag für die Bereitstellung der Pinkel-Power bekommen hat.

Die "Pee Power"-Urinale wurden von Wissenschalftlern des Bristol BioEnergy Centre, welches zur Fachabteilung Robotik der dortigen Universität gehört, entwickelt. Sie leiten den Urin in Mikrobielle-Brennstoffzellen, welchen diesen in Strom umwandeln. Der dabei erzeugte Strom wird beispielsweise für die Beleuchtung der WC-Anlagen genutzt. Die aktuelle Generation der "Pee Power"-Urinale kann zeitgleich von 25 Personen genutzt werden, ihre Vorgänger waren noch deutlich kleiner.

Mit 135.000 potentiellen Urin-Lieferanten ist das Glastonbury Festival nicht nur ein guter Feldversuch für die "Pee Power"-Urinale, sondern auch eine Werbung für diese Technologie. Später soll die Pinkel-Power dann in Schwellen- und Entwicklungsländern zum Einsatz kommen. Natürlich könnte man die dortigen Toiletten auch mit Hilfe von Solarzellen beleuchten, doch die Erzeugung von Strom ist nur ein Teil des Projekts "Urine-tricity++". Weitere Endprodukte der Urinverarbeitung sollen sauberes Trinkwasser und Dünger sein.

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