Flash-Speicher: 3D-TLC-Chips abermals mit neuem Tiefstand

Meldung von doelf, Donnerstag der 07.07.2022, 16:32:24 Uhr

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Die Kurse der DRAM-Chips sind am Spot-Markt in Taiwan weiter gefallen und auch für Flash-Speicher gehen die Preise wieder abwärts. Für NAND-Chips des Typs 3D-TLC 256 Gb notieren wir abermals einen neuen Tiefstand und auch bei den MLC-Chips ist der Preisanstieg der vergangenen Monate endlich gestoppt. Die weitreichende Panne bei Western Digital (SanDisk) und Kioxia (vormals Toshiba Memory Corporation), aufgrund derer Flash-Chips mit einer Speicherkapazität von mindestens 6,5 Exabyte (6,5 Milliarden Gigabyte) unbrauchbar sind, scheint für die Preisfindung keine Relevanz mehr zu haben.

Flash-Kurse

Für NAND-Chips des Typs 64Gb 8Gx8 MLC musste man heute durchschnittlich 4,026 US-Dollar auf den Tisch legen, was einem Abschlag von 0,20 Prozent entspricht. Es handelt sich um den ersten Kursrückgang seit Dezember 2021 (+4,00%; +16,98%; +13,03%; +18,28%; +0,61%; +0,58%; +1,15%). Davor, zwischen Mai und November 2021, hatte es lediglich moderate Änderungen in beide Richtungen (-0,72%; -0,04%; -5,02%; -4,25%; -1,48%; +0,20%; -1,78%) gegeben. Blicken wir ein Jahr zurück, sind die 64Gb-MLC-Chips um 54,25 Prozent teurer geworden.

Die halbe Größe, also 32Gb 4Gx8 MLC, erzielte zuletzt einen Kurs von 2,159 US-Dollar, was exakt dem Wert von Mitte Juni entspricht. Bei diesen Chips tut sich seit Januar 2021 im Monatsvergleich nicht allzu viel (-0,05%; +1,08%; +2,24%; +1,84%; +0,68%; +0,24%; -0,10%; +0,44%; -0,63%; -0,24%; -1,85%; +1,64%; +1,12%; +0,68%; +2,50%; +/-0,00%; +0,89%; +0,19%) und auch in der Summe ist der Preis binnen zwölf Monaten lediglich um 4,75 Prozent gestiegen.

Wer statt MLC die Variante 3D-TLC (Triple-Level Cell, 3 Bit pro Zelle) kauft, bekommt 256 Gb für 2,610 US-Dollar. Nach zwei moderaten Aufschlägen im Februar (+3,23%) und März (+5,37%), fällt dieser Kurs seit April (-1,60%; -7,10%; -4,50%; -2,36%) und hat abermals eine neuen Tiefstand erreicht. Bei 3D TLC 256Gb bewegten sich die monatlichen Schwankungen zwischen Januar 2021 und Januar 2022 auf einem niedrigen einstelligen Niveau (-0,60%; +1,87%; +2,49%; -1,69%; -1,82%; +1,99%; +1,99%; -1,38%; +0,07%; -2,83%; -0,07%; -1,19%; 0,00%) und im Laufe der vergangenen zwölf Monate sind diese Chips um 12,21 Prozent billiger geworden.

Wechselkurs und Ausblick
Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Flash-Speicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,0177 US-Dollar wert und notierte damit um 3,56 Prozent schwächer als Mitte Juni. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro sogar 14,03 Prozent eingebüßt, denn der Krieg in der Ukraine und die Zinserhöhungen in den USA setzen die europäischen Währungen weiterhin unter Druck. Auch auf die weitere Preisentwicklung wird dieser sinnlose Feldzug Wladimir Putins einen wesentlichen Einfluss haben. Wirtschaftssanktionen und explodierende Rohstoffpreise heizen die Inflation an, zugleich verschlechtert sich das Konsumklima durch steigende Zinsen, weshalb die Hersteller nicht beliebig an der Preisschraube drehen können. Am Ende ist Brot wichtiger als ein neuer PC oder ein Smartphone und da ein Brot keine Flash-Chips benötigt, wird deren Überangebot weiter anwachsen, was fallende Preise bedeutet.

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