Zum Thema 6 Kerne

Kolumne: Twitters Obertroll für elf Minuten verstummt

reported by doelf, Freitag der 03.11.2017, 12:32:32 Uhr

Was war das doch für ein erholsames Innehalten für die gesamte Menschheit, als ein "menschlicher Fehler" den Obertroll von Twitter für elf Minuten verstummen ließ. Leider hat das Unternehmen diese Chance nicht genutzt und den nervigen Schreihals danach wieder eingeschaltet. Der Typ nennt sich Donald Trump, benimmt sich wie ein ignoranter, respektloser Geldsack und behauptet von sich, der gewählte Präsident irgendwelcher Staaten zu sein.

Um welche Bananenrepublik es sich dabei handeln könnte, ist mir gerade entfallen. Venezuela? Nein, der dortige Polit-Chaot nennt sich Maduro. Nordkorea? Nein, irgendwie passt diese gelbe Frisur nicht. Egal. Es gibt derzeit zu viele politische Großmäuler auf der Welt, da verliert man leicht den Überblick. Also zurück zu Twitter: Über seine "Spezialeinheit für Regierung und Wahlen" ließ der Mikroblogging-Dienst zunächst verkünden, dass das Benutzerkonto @realdonaldtrump aufgrund eines "menschlichen Fehlers" deaktiviert wurde und für elf Minuten nicht mehr zu erreichen war:

"Earlier today @realdonaldtrump's account was inadvertently deactivated due to human error by a Twitter employee. The account was down for 11 minutes, and has since been restored. We are continuing to investigate and are taking steps to prevent this from happening again."

Knapp zwei Stunden später hieß es dann, dass der "menschliche Fehler" von einem Kundendienstler an seinem letzten Arbeitstag verursacht wurde. Ob es bereits vor der Abschaltung des Trump-Kontos der letzte Arbeitstag dieses Kundendienstlers war, lässt sich aus der Meldung nicht rekonstruieren:

"Through our investigation we have learned that this was done by a Twitter customer support employee who did this on the employee's last day. We are conducting a full internal review."

Wir nominieren den Verantwortlichen hiermit als Twitters Mitarbeiter (oder Ex-Mitarbeiter) des Jahres und schlagen ihn gleich noch für den Friedensnobelpreis vor. Den hat es nämlich schon für viel weniger Einsatz gegeben, wie ein gewisser Barack Obama bestätigen kann. Doch zumindest erwies sich Obama als wohlerzogen und weltmännisch, während der Name Trump bisher nur für unterstes Gossenniveau mit goldenen Wasserhähnen steht. Es wird Zeit, dass den jemand feuert - und nicht nur auf Twitter!

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