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Die Uhr tickt: UMTS (3G) wird am 30. Juni 2021 abgeschaltet

Meldung von doelf, Mittwoch der 31.03.2021, 10:35:35 Uhr

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Das Universal Mobile Telecommunications System (UMTS), also das Mobilfunknetz der dritten Generation (3G), steht in ganz Deutschland vor der Abschaltung. Die Deutsche Telekom und Vodafone werden ihre verbliebenen UMTS-Sender zum 30. Juni 2021 abschalten und O2 will seine Umstellung auf LTE (4G) bis Ende 2021 abgeschlossen haben. 3G-Geräte wie Smartphones, Tablets und Notebooks mit Mobilfunkmodul lassen sich zukünftig nur noch eingeschränkt nutzen.

17 Jahre lang hatte UMTS (3G) den mobilen Internetzugang sichergestellt, doch in diesem Jahr übernimmt LTE (4G) diese Aufgabe und in Ballungsräumen ist auch schon dessen Nachfolger 5G verfügbar. Wer noch Geräte verwendet, die kein LTE beherrschen, muss sich auf Einschränkungen einstellen. Diese Geräte müssen nämlich ins 2G-Netz ausweichen, das zwar eine Grundversorgung zum Telefonieren und Versenden von SMS sicherstellt, doch der mobile Datentransfer für den Internetzugriff fällt abhängig vom Anbieter entweder komplett weg oder wird massiv ausgebremst. Betrachten wir nun die drei Netzanbieter in Deutschland:

Deutsche Telekom

  • Abschalttermin für UMTS (3G): 30. Juni 2021
  • Verträge ohne LTE: UMTS-Verträge Werden automatisch und ohne Mehrkosten umgestellt.
  • Basisdienste über 2G: Telefonieren und SMS. Datentransfers werden nicht erwähnt, sind aber möglich (Stand März 2021).
  • Informationsseite der Telekom

Vodafone

  • Abschalttermin für UMTS (3G): 30. Juni 2021
  • Verträge ohne LTE: Vodafone will betroffene Kunden rechtzeitig kontaktieren.
    Sonderfall: Surf-Sofort wird nicht mehr unterstützt, die Verträge wurden aus technischen Gründen gekündigt.
  • Basisdienste über 2G: Telefonieren, SMS sowie kleinere Datenmengen bei gutem 2G-Empfang
  • Informationsseite von Vodafone

O2

  • Abschalttermin für UMTS (3G): Ende 2021
  • Verträge ohne LTE: Alle aktuellen Tarife beinhalten LTE.
  • Basisdienste über 2G: Telefonieren und SMS. Datentransfers werden nicht unterstützt (Stand März 2021).
  • Informationsseite von O2

Wie stark wird die Datenübertragung ausgebremst?
UMTS ist mit Datenübertragungsraten von bis zu 42 Mbit/s immer noch alltagstauglich, nur bei hochauflösenden Videostreams stößt der Standard an seine Grenzen. Hier bietet LTE mit bis zu 300 Mbit/s mehr Spielraum, sofern die Funkzelle nicht überfüllt ist. Der Schritt zurück auf 2G bedeutet bestenfalls EDGE (Enhanced Data Rates for GSM Evolution) und damit bis zu 0,217 Mbit/s. Steht nur GPRS (General Packet Radio Service) zur Verfügung, sind sogar nur 0,0556 Mbit/s möglich. Mobiles Surfen ist mit solchen Geschwindigkeiten nicht praktikabel, da moderne Internetseiten viel zu datenlastig sind. E-Mails lassen sich durchaus abholen, doch größere Anhänge können schnell einen Strich durch die Rechnung machen.

Wie sollte man mit alten Geräten verfahren?
Tablets und Notebooks mit Mobilfunkmodul, die technisch auf UMTS beschränkt sind, werden praktisch vom mobilen Internet abgeschnitten. Hier kann man die Mobilfunkkarte getrost entfernen und den Vertrag kündigen. Oder man ersetzt das ansonsten noch voll funktionstüchtige Gerät und generiert überflüssigen Elektroschrott. Ich persönlich würde das Gerät weiterhin verwenden und mich auf den Internetzugriff über WLAN beschränken, doch das ist nicht für alle Anwendungsgebiete möglich. Bei Smartphones bietet es sich an, in einen günstigen Prepaid-Tarif mit einer Option für Daten und SMS zu wechseln. Der mobile Datenzugriff sollte in den Einstellungen des Telefons deaktiviert werden, der Internetzugriff über WLAN bleibt dabei erhalten.

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