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Intel: Rekordgewinn trotz PC-Schwäche

reported by doelf, Freitag der 03.11.2017, 15:44:28 Uhr

Insgesamt steht Intel bei der Präsentation seiner Geschäftszahlen für das dritte Quartal 2017 recht gut da, doch der neue Rekordgewinn hat drei Schönheitsfehler: Zum einen ist der Umsatz im wichtigen PC-Geschäft geschrumpft, zum anderen schreibt der Nicht-Flüchtige-Speicher auch weiterhin rote Zahlen. Und dann gibt es noch einen deutlichen Gewinneinbruch beim Internet der Dinge.

Intels Quartalsumsatz ist lediglich um 2,35 Prozent auf 16,149 Milliarden US-Dollar gestiegen, wobei insbesondere die PC-Sparte (Client Computing Group) einen Dämpfer erlitten hat: 8,860 Milliarden US-Dollar bedeuten einen Rückgang um 0,36 Prozent. Die "Data Center Group", Intels zweitwichtigstes Standbein, konnte ihren Umsatz um 7,4 Prozent auf 4,878 Milliarden US-Dollar steigern, doch die größten Zuwächse gab es beim Nicht-Flüchtigen-Speicher (891 Millionen US-Dollar; +37,29%) sowie beim Internet der Dinge (849 Millionen US-Dollar; +23,22%). Die "Programmable Solutions Group", vormals Altera, hat ihren Umsatz um 10,35 Prozent auf 469 Millionen US-Dollar ausgebaut.

Etwas rosiger sieht es beim operativen Gewinn (GAAP) aus, den der Chipriese um 14,63 Prozent auf 5,115 Milliarden US-Dollar ausbauen konnte. Hier konnten die "Client Computing Group" mit 3,600 Milliarden US-Dollar (+8,21%), die "Data Center Group" mit 2,255 Milliarden US-Dollar (+6,87%) und die "Programmable Solutions Group" mit 113 Millionen US-Dollar (+44,87%) zulegen. Im Internet der Dinge ist der operative Gewinn trotz des Umsatzsprungs um 23,56 Prozent auf 146 Millionen US-Dollar zurückgegangen und mit Nicht-Flüchtigen-Speicher hat Intel weitere 52 Millionen US-Dollar in den Sand gesetzt. Im dritten Quartal 2016 hatte Intel hier noch 134 Millionen US-Dollar verbrannt.

Dennoch konnte Intel die Erwartungen der Analysten übertreffen, denn Netto (GAAP) gibt es einen Rekordgewinn in Höhe von 4,516 Milliarden US-Dollar (+33,69%) bzw. 0,94 US-Dollar je Aktie (+36,23%) zu vermelden. Im Laufe des Quartals hatte Intel 1,3 Milliarden US-Dollar in Form von Dividenden ausgeschüttet und weitere 1,1 Milliarden US-Dollar in den Rückkauf seiner Aktien gesteckt. Im einem neuen Ausblick erwartet Intel einen Jahresumsatz von 61,5 Milliarden bis 62,5 Milliarden US-Dollar (im Mittel: +4,38%) sowie einen operativen Gewinn von ca. 17,3 Milliarden US-Dollar (+34,11%). Der Gewinn je Anteil soll auf 2,88 bis 2,98 US-Dollar steigen (im Mittel: +38,21%).

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