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Lieferengpässe für Grafikkarten sorgen für Gamer-Frust im Lockdown

Meldung von doelf, Dienstag der 15.12.2020, 14:01:56 Uhr

Auch Wochen nach der Markteinführung bleiben NVIDIAs Grafikkarten der aktuellen Ampere-Baureihe (GeForce RTX 3090, RTX 3080 und RTX 3070) Mangelware und die Straßenpreise für GeForce RTX 3080 und RTX 3070 sind weiter angezogen. Auch AMDs Big Navi (Radeon RX 6900 XT, RX 6800 XT und RX 6800) konnte die Situation nicht entzerren, denn diese Grafikkarten lassen sich nach wie vor praktisch nirgendwo kaufen.

Nein, die Lage hat sich in den vergangenen beiden Wochen leider nicht verbessert. Vielmehr hat sich die Nachfrage auf ältere Modelle verlagert, die inzwischen ebenfalls kaum noch zu bekommen sind. Für eine Radeon RX 580 8 GB hatte man vor einem Jahr 160 Euro gezahlt, nun liegt der Preis trotz des stärkeren Euro und der um drei Prozentpunkte reduzierten Mehrwertsteuer um die 200 Euro. Von NVIDIAs Turing-Serie sind die meisten Modelle so gut wie ausverkauft, lediglich die GeForce RTX 2060 lässt sich auf die Schnelle besorgen. Deren Preise waren im Sommer unter die 300-Euro-Marke gerutscht, doch nun muss man wieder rund 350 Euro auf den Tisch legen.

Und wie sieht es bei den neuen Modellreihen von AMD und NVIDIA aus? Mit einem Wort: Zappenduster! Da bleibt nur der Trost, dass die Konsolen-Freunde momentan ebenfalls in die Röhre gucken. Geteiltes Leid ist schließlich halbes Leid - oder eventuell doch doppeltes Elend?

  • NVIDIAs Flaggschiff GeForce RTX 3090 war mit einer Preisempfehlung von 1.499 Euro in die See gestochen, doch zwischenzeitlich wurden für sofort verfügbare Exemplare 2.000 bis 3.000 Euro verlangt. Aktuell findet man in Deutschland lagernde Karten zu Preisen ab 1.699 Euro, wobei einige Händler weiterhin 2.000 Euro und mehr aufrufen. Zumindest können die hiesigen Online-Shops derzeit acht Modelle dieser Baureihe anbieten.
  • Ein echtes Sorgenkind ist und bleibt die aus der Perspektive des Preis-Leistungs-Verhältnisses besonders attraktive GeForce RTX 3080: NVIDIA schlägt für diese Baureihe Verkaufspreise von 699 Euro vor, doch der Handel nimmt für lagernde Karten derzeit 1.149 Euro. Wobei nur ein einzelner Händler ein einzelnes Modell auf Lager hat - und vermutlich auch das nur einmal. Unser klarer Ratschlag: Finger weg!
  • Das Einstiegsmodell GeForce RTX 3070 lockt mit einem empfohlenen Verkaufspreis von 499 Euro, doch schon zur Markteinführung war keine sofort verfügbare Karte für weniger als 635,00 Euro zu haben. Inzwischen ist der Preis auf 789,00 bzw. 899,00 Euro geklettert. Warum zwei Preise? Aktuell hat nur ein einziger Händler Bestände von zwei Modellen. Auch hier gilt: Abwarten und nicht über den Tisch ziehen lassen!
  • Für AMDs Radeon RX 6800 XT und RX 6800 findet man weiterhin gar keine Angebote. Mit einer Preisempfehlung von 649 Euro wäre die Radeon RX 6800 XT eine veritable Alternative für die GeForce RTX 3080 und die preiswertere Radeon RX 6800 (Preisempfehlung: 579 Euro) läuft der GeForce RTX 3070 dank 16 GiB GDDR6-Speicher auf und davon. Dummerweise lassen sich die seit dem 18. November 2020 verkauften Exemplare an zwei Händen abzählen.
  • AMDs Top-Modell Radeon RX 6900 XT spielt im Lager der GeForce RTX 3090 und kostet dennoch nur 999 Euro. Zumindest in der grauen Theorie. Am 8. Dezember 2020 war die Markteinführung und dennoch glänzt auch diese Grafikkarte europaweit mit Abwesenheit. So wird AMD jedenfalls nicht von NVIDIAs Lieferproblemen profitieren können.

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