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Meldungen der Zulieferer lassen Apple-Aktie einbrechen

reported by doelf, Dienstag der 13.11.2018, 16:31:01 Uhr

Umsatzwarnungen von Zulieferern haben Apples Aktienkurs am gestrigen Handelstag um gut fünf Prozent auf 194,17 US-Dollar einbrechen lassen. Offenbar bleibt die Nachfrage für die neuen iPhones deutlich hinter den Erwartungen der Investoren zurück.

Beispielsweise hatte Japan Display Inc. (JDI) seine Prognose für das Geschäftsjahr 2018 unter "Berücksichtigung der volatilen Kundennachfrage" deutlich zusammengestrichen. Noch im August hatte der Zulieferer für das LCD-Display des iPhone XR ein Umsatzwachstum zwischen 10 und 20 Prozent erwartet, nun sollen es lediglich 5 bis 15 Prozent werden. Der Ausblick auf die operative Marge wurde zugleich von 2 bis 3 Prozent auf 1 bis 2 Prozent reduziert. Nach Veröffentlichung dieser Warnung stürzte JDIs Aktie um 9,5 Prozent auf 95,00 Yen ab.

Der Face-ID-Zulieferer Lumentum Holdings Inc. meldete die Anfrage eines seiner "größten Industrie- und Consumer-Kunden" hinsichtlich einer "wesentlichen Reduzierung der Liefermengen" für Laserdioden und 3D-Sensoren. Seinen Ausblick für das zweite Quartal des fiskalischen Jahres 2019 musste Lumentum deutlich absenken: Statt zwischen 405 Millionen und 430 Millionen US-Dollar soll sich der Umsatz nur noch zwischen 335 Millionen und 355 Millionen US-Dollar bewegen und die operative Marge (Non-GAAP) wurde von 28,0 bis 30,0 Prozent auf 23,0 bis 25,0 Prozent reduziert. Die Anleger ließen das Wertpapier der Firma um knapp ein Drittel auf 37,50 US-Dollar fallen.

Insbesondere die Meldung von Lumentum lässt aufhorchen, denn obwohl Apple nicht namentlich genannt wird, gibt es keinen Zweifel daran, um welchen Kunden es sich handelt. Apple scheint die Nachfrage für die neuen iPhones deutlich überschätzt zu haben - und das obwohl das Unternehmen keinen besonders großen Umsatzzuwachs für das Dezember-Quartal in Aussicht gestellt hatte. Apple hatte zwar einen neuen Rekordumsatz zwischen 89 Milliarden und 93 Milliarden US-Dollar prognostiziert, doch damit hätte sich das Umsatzplus lediglich zwischen 0,79 und 5,32 Prozent bewegt. Und schon das hatte die Aktionäre verschreckt. Seit der Veröffentlichung seiner Quartalszahlen Anfang November hat Apples Börsenkurs über zwölf Prozent eingebüßt.

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