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Flash-Speicher: Analysten rechnen mit deutlichem Preisrutsch

Meldung von doelf, Freitag der 07.08.2020, 13:23:43 Uhr

Während die COVID-19-Pandemie den Kursen für Arbeitsspeicher am Spot-Markt in Taiwan immer neue Tiefstände beschert, zeigte sich die Preisentwicklung beim Flash-Speicher in den vergangenen Monaten eher uneinheitlich. Doch inzwischen ist auch hier ein Preisrutsch erkennbar und Marktbeobachter erwarten hohe Abschläge bis zum Jahresende.

Flash-Kurse

Für NAND-Chips des Typs 64Gb 8Gx8 MLC musste man heute durchschnittlich 2,559 US-Dollar auf den Tisch legen, was einem Abschlag von -3,69 Prozent entspricht. Zwischen Januar und März 2020 hatte es zunächst steigende Preise gegeben (+2,17%; +4,20%; +5,71%), dann begann im April eine Achterbahnfahrt (-2,42%; +6,31%; -14,43%; +13,11%). Blicken wir ein Jahr zurück, haben sich die 64Gb-MLC-Chips um 3,60 Prozent verteuert.

Die halbe Größe, also 32Gb 4Gx8 MLC, erzielte zuletzt einen Kurs von 2,041 US-Dollar. Nach einer recht bewegungsarmen Entwicklung zwischen Februar und Mai 2020 (+2,74%; -0,39%; +0,39%; +2,59%), bricht der Kurs dieser Chips seit Juni immer weiter ein (-7,16%; -4,08%; -3,50%). Allerdings hat sich der Preisverfall verlangsamt. Der Rückblick auf August 2019 liefert uns nur eine Verbilligung von 15,28 Prozent.

Wer statt MLC die Variante 3D-TLC (Triple-Level Cell, 3 Bit pro Zelle) kauft, bekommt 256 Gb für 3,007 US-Dollar. Dieser Kurs fällt seit April 2020 (-0,38%; -2,72%; -1,14%; -4,38%, -4,33%), nachdem wir zum Jahresanfang happige Aufschläge von 11,39, 6,85 und 5,21 Prozent notieren mussten. Diese Verteuerungsphase wirkt noch nach, weshalb wir beim Vergleich mit August 2019 ein Plus von 2,14 Prozent sehen.

Wechselkurs und Ausblick
Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Flash-Speicher wird in US-Dollar gehandelt: Am Mittwoch war ein Euro zum Handelsschluss 1,1868 US-Dollar wert und notierte damit um 5,02 Prozent stärker als Anfang Juli 2020. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro sogar um 5,90 Prozent zugelegt. Wie die Marktbeobachter von TrendForce berichten, fallen aufgrund des weiterhin bestehenden Überangebots nach dem Kursen am Spot-Markt inzwischen auch die Vertragspreise für Flash-Wafer - und zwar deutlich: So sollen die Vertragspreise im dritten Quartal um fünf bis zehn Prozent und im vierten sogar um zehn bis fünfzehn Prozent nachgeben. Was den Speicherherstellern Kopfzerbrechen bereitet, wird die Kunden freuen: Es gibt immer mehr Flash-Speicher für immer weniger Geld.

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