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Facebook verdient sich dumm und dusselig

reported by doelf, Donnerstag der 27.07.2017, 22:32:20 Uhr

Es ist irgendwie absurd: Seit November 2016 warnt Facebooks Finanzchef David Wehner im Rahmen der Telefonkonferenzen zur Präsentation neuer Quartalszahlen vor einem baldigen und signifikanten Einbruch des Umsatzwachstums. Doch allen Unkenrufen des firmeneigenen Hiobs zum Trotz schießen Umsatz und Gewinn alle drei Monate weiter in die Höhe, diesmal um 44,83 und 70,57 Prozent.

Wehners Bedenken stützen sich auf einen Mangel an Werbeplätzen, denn Facebook lebt von der Werbung. Im zweiten Quartal 2017 hatte das soziale Netzwerk 9,164 Milliarden US-Dollar (+46,88%) seines Umsatzes mit Werbung generiert, die übrigen 157 Millionen US-Dollar (-20,3%) stammen aus Zahlungen und anderen Gebühren. Damit kommen 98,32 Prozent des Gesamtumsatzes von 9,321 Milliarden US-Dollar (+44,83%) aus der Werbung und wenn die Werbung wackelt, wackeln auch die Grundfesten Facebooks.

Bisher wackelt da aber gar nichts, denn die Nutzerzahlen sind wieder einmal kräftig gestiegen: Im Juni wurde Facebook im Tagesdurchschnitt von 1,32 Milliarden Menschen genutzt und im gesamten Monat waren 2,01 Milliarden Menschen auf Facebook aktiv. Beide Werte sind im Vergleich zum Vorjahresmonat um 17 Prozent gestiegen und man fragt sich so langsam, wo Facebook all die neuen Nutzer ausgräbt. Übrigens: 87 Prozent (+3%) seines Werbeumsatzes generiert Facebook inzwischen auf Mobilgeräten.

Zurück zu den Geschäftszahlen: Facebooks Ausgaben sind um 32,9 Prozent auf 4,920 Milliarden US-Dollar gestiegen, doch da der Umsatz weit kräftiger gewachsen ist, schoss der operative Gewinn auf 4,401 Milliarden US-Dollar - ein Plus von 60,97 Prozent. Der Nettogewinn ist sogar um 70,57 Prozent auf 3,894 Milliarden US-Dollar geschnellt und der Gewinn je Aktie von 0,78 auf 1,32 US-Dollar gesprungen (+69,23%). Wenn 2017 noch ein signifikanter Einbruch kommen soll, muss sich dieser so langsam beeilen.

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