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Die Cloud treibt Microsoft an

reported by doelf, Freitag der 28.04.2017, 15:39:43 Uhr

Das Cloud-Geschäft wächst bei vielen Unternehmen rasant, doch Microsoft gehört zu den wenigen Firmen, bei denen die Cloud bereits signifikante Auswirkungen auf die Unternehmenszahlen hat. Dies liegt an den Synergien, welche das Software-Unternehmen aus der Verknüpfung seiner Produkte und Dienste mit der Cloud ziehen kann. Die gestern veröffentlichten Quartalszahlen unterstreichen dies.

Die ersten drei Monate des Jahres 2017 markierten für Microsoft bereits das dritte Quartal im laufenden Geschäftsjahr. Sie brachten den Redmondern einen um 7,59 Prozent auf 22,090 Milliarden US-Dollar gestiegenen Umsatz sowie einen um 5,89 Prozent auf 5,594 Milliarden US-Dollar gewachsenen operativen Gewinn (GAAP). Interessant wird es unter dem Strich, denn der Nettogewinn (GAAP) ist um beachtliche 27,82 Prozent auf 4,801 Milliarden US-Dollar geschossen. Und weil Microsoft im vergangenen Vierteljahr 4,6 Milliarden US-Dollar in Dividenden und den Rückkauf eigener Wertpapiere gesteckt hatte, ist der Gewinn je Aktie (GAAP) sogar um 29,79 Prozent auf 0,61 US-Dollar gesprungen.

Der Umsatz verteilt sich auf die drei Geschäftsbereiche "Productivity and Business Processes" (7,958 Milliarden US-Dollar; +22,04%), "Intelligent Cloud" (6,763 Milliarden US-Dollar; +10,94%) und "More Personal Computing" (8,836 Milliarden US-Dollar; -7,37%). Zum Segment "Intelligent Cloud" gehören Server-Produkte und Cloud-Dienste (+15%) wie Azure (+93%), aber auch Support-Verträge (-1%). Andere Cloud-Dienste wie Office 365 Commercial (+45%) und Dynamics 365 (+81%) fallen hingegen in die Sparte "Productivity and Business Processes", während die Cloud-Dienste rund um Windows unter "More Personal Computing" geführt werden. In der Addition verspricht die Cloud momentan einen Jahresumsatz von über 15,2 Milliarden US-Dollar, hierzu hat Microsoft die Werte vom März 2017 einfach mit zwölf multipliziert.

Der deutliche Umsatzrückgang bei "More Personal Computing" ist einmal mehr den Smartphones geschuldet, deren Beitrag Microsoft nicht einmal mehr aufführt. Aber auch bei seinen Surface-Geräten muss Microsoft diesmal einen Umsatzeinbruch von 26 Prozent verkünden. Im Bereich Gaming ist der Umsatz hingegen um vier Prozent gestiegen und auch die Suchmaschine Bing konnte mit Werbung rund acht Prozent mehr umsetzen. Ein Plus von fünf Prozent gibt es im OEM-Geschäft mit Windows-Lizenzen, während kommerzielle Windows-Produkte und die damit verbundenen Cloud-Dienste ein Umsatzwachstum von sechs Prozent erzielten. Bleibt noch das seit Dezember 2016 zu Microsoft gehörende Business-Netzwerk LinkedIn, das 975 Millionen US-Dollar zum Umsatz beigesteuert hat.

Die Anleger reagierten zunächst verhalten: Microsofts Aktie hat im nachbörslichen Handel 0,47 Prozent verloren und lag bei 67,95 US-Dollar. Inzwischen notiert das Wertpapier allerdings wieder leicht im Plus.

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