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DRAM-Preise: Tiefpunkt erreicht?

Meldung von doelf, Montag der 05.10.2020, 17:24:35 Uhr

Nachdem uns 2019, abgesehen von einem kurzen Anstieg im Juli, stetig fallende DRAM-Preise beschert hatte, startete das Jahr 2020 mit saftigen Aufschlägen von rund 30 Prozent im ersten Quartal. Doch der COVID-19-Ausbruch hatte eine neue Talfahrt eingeleitet und dem Kurs der DDR4-8Gb-Chips im August ein neues Allzeittief beschert. Nun scheint allerdings die Talsohle erreicht zu sein.

DRAM-Kurse

Für den Speichertyp DDR4-2400 8Gb 1Gx8 musste man heute im Schnitt 2,953 US-Dollar auf den Tisch legen. Das sind zwar nur 0,27 Prozent mehr als im September, doch im Vormonat war der Kurs dieser Chips bereits um 12,88 Prozent gestiegen. Von Januar bis April 2020 hatte es bei diesen Chips einen sich abschwächenden Preisanstieg gegeben (+12,56%, +11,03%, +3,79%, +2,08%), ab Mai folgten dann Abschläge in einem ähnlichen Rahmen (-8,72%, -8,04%, -12,09%, -2,79%). Blicken wir ein Jahr zurück, so ist der Preis um 4,53 Prozent gefallen.

Die halbe Speicherkapazität, also DDR4-2133/2400 4Gb 512Mx8, kostet momentan 1,709 US-Dollar und liegt damit um 2,18 Prozent unter dem Kurs von September 2020. Bei diesen Chips hatte der Preisverfall schon im April (-4,51%) eingesetzt und hält seither an (-6,47%, -4,44%, -5,34%, -1,68%, -0,80%). Diese Abschläge reichen allerdings noch nicht aus, um den bisherigen Tiefstand von Dezember 2019 zu unterbieten - aktuell liegt der Kurs um 3,89 Prozent darüber. Der Blick auf den Vorjahreswert offenbart derweil einen Rückgang um 8,95 Prozent.

Für die gleiche Größe, aber in Form von DDR3-1600/1866 4Gb 512Mx8, wurden zuletzt 1,442 US-Dollar gezahlt, was einem Preisrückgang um 1,84 Prozent entspricht. Nachdem dieser Kurs zwischen Januar und März 2020 immer stärker zugelegt hatte (+6,39%, +9,39%, +11,61%), war es Anfang April zu einem Einbruch um 9,28 Prozent gekommen. Von Mai bis August (-5,93%, -5,71%, -5,10%, -3,96%) hatte sich diese Trend leicht abgeschwächt fortgesetzt, dann folgte im September ein Anstieg um 2,66 Prozent. Binnen zwölf Monaten ist dieser Kurs um 9,14 Prozent gefallen.

Wechselkurs und Ausblick
Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,1709 US-Dollar wert und notierte damit um 1,11 Prozent schwächer als Anfang September 2020. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro allerdings um 6,65 Prozent zugelegt. Aufgrund der in vielen Teilen der Welt ungebremsten Corana-Pandemie bleibt die Entwicklung ungewiss. Homeoffice und Heimunterricht haben zwar die Nachfrage für Notebooks ansteigen lassen, andererseits wurden geplante Anschaffungen von Firmen und Endkunden nach hinten geschoben. Wir erwarten aktuell stagnierende Speicherpreise.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

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