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Qualcomm bläst Übernahme von NXP ab und zahlt 2 Milliarden US-Dollar

reported by doelf, Freitag der 27.07.2018, 19:30:11 Uhr

Qualcomm River Holdings B.V., eine indirekte hundertprozentige Tochtergesellschaft der Chip-Schmiede Qualcomm Incorporated, hat die geplante Übernahme des Mitbewerbers NXP Semiconductors N.V. gestoppt. Da die Verträge bereits unterschrieben waren, musste Qualcomm River Holdings B.V. eine Vertragsstrafe in Höhe von zwei Milliarden US-Dollar leisten.

NXP Semiconductors N.V. entstand im Jahr 2006 aus Philips Semiconductors und ist der größte Halbleiterhersteller Europas. 2015 verleibte sich NXP seinen US-amerikanischen Mitbewerber Freescale Semiconductor ein. Zwischen 2016 und 2017 gliederte NXP das Geschäft mit diskreten Bauelementen, Logikbausteinen und MOSFETs in das Unternehmen Nexperia aus und verkaufte dieses an ein chinesisches Konsortium. In etwa zeitgleich wurde bekannt, dass Qualcomm die Übernahme von NXP plant. Diese sollte 47 Milliarden US-Dollar kosten und bis Ende 2017 abgeschlossen sein, doch die chinesischen Wettbewerbshüter der "State Administration for Market Regulation" (SAMR) stellten sich quer und verweigerten ihre Zustimmung. Erst nachdem Qualcomm das Geschäft platzen ließ, boten die Chinesen eine Fristverlängerung an.

In seiner Pressemitteilung erklärt Qualcomm, auch ohne NXP sehr gut für die Zukunft aufgestellt zu sein. Zugleich verabschiedete der Aufsichtsrat ein neues Programm zum Aktienrückkauf, welches ein Volumen von 30 Milliarden US-Dollar hat. Es ersetzt das bisherige Programm, welches nur auf 10 Milliarden US-Dollar ausgelegt war. Laut Qualcomm soll dieses Geschenk an die Aktionäre bis zum Abschluss des Geschäftsjahres 2019 ausgeschöpft werden. Auch NXP hat einen Aktienrückkauf angekündigt, wird sich dabei aber auf 5 Milliarden US-Dollar beschränken.

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