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MacBook Pro: Apple findet den Akku-Bug

reported by doelf, Donnerstag der 12.01.2017, 17:24:07 Uhr

Nachdem die Warentester von Consumer Reports dem MacBook Pro 2016 die rote Karte aufgrund seltsamer Akku-Laufzeiten gezeigt hatten, meldet sich nun Apple zu Wort. Gegenüber The Loop erklärte das Unternehmen, den Fehler gefunden zu haben. Allerdings hätte Consumer Reports das Problem mit untypischen Einstellungen selbst herbeigeführt.

Consumer Reports hatte für den Akku-Test das Browsen von Webseiten simuliert. Damit dies zu konsistenten Ergebnissen führt, wurden nicht beliebige, sondern vorgegebene Webseiten geladen. Diese Entscheidung der Tester war korrekt, schließlich entscheiden die Inhalte der Webseiten darüber, wie stark Prozessor, Grafik und Speicher beansprucht werden. Weiterhin wurde das Caching der Webseiten, also die Zwischenspeicherung der Inhalte auf dem SSD des MacBooks, deaktiviert, denn man wollte ja reguläres Surfen nachstellen und dabei werden die Daten nun mal über das Netzwerk und nicht über den Festspeicher gelesen.

An der beschriebenen Testmethode gibt es erst einmal nichts auszusetzen, dennoch beklagt sich Apple, dass diese nicht lebensnah sei. Das Caching wird bei Safari nämlich im Entwicklermenü versteckt, welches die Mehrzahl der Nutzer vermutlich noch nie gesehen hat. Allerdings ist es ein Software-Fehler in Safari, der zu den unrealistischen Ergebnissen geführt hat, denn mit deaktiviertem Cache lädt der Webbrowser Icons ständig nach - jedenfalls manchmal. Tritt das Problem auf, saugen die Icons - laut Apple - den Akku wesentlich schneller leer. Testet man die MacBooks mit Caching, sind die Resultate konsistent.

Apples Erklärung wirft gleich mehrere Fragen auf: Kann es wirklich sein, dass beim Nachladen von Icons so viel Strom verbraucht wird, dass die Laufzeiten zwischen 4,5 und 19,5 Stunden schwanken? Warum wird der Fehler bei identischen, über mehrere Stunden andauernden Testabläufen mal ausgelöst und dann wieder nicht? Und wieso ist eine Testmethode nicht lebensnah, wenn sie gut durchdacht ist und der eigentliche Auslöser ein Software-Fehler war, den die Tester nicht zu verantworten haben? Schließlich regt sich bei Stiftung Warentest auch kein Hersteller darüber auf, dass Fahrräder oder Möbel mit einem automatisierten Mechanismus und nicht mit einem echten Arsch belastet werden...

  Quelle: www.loopinsight.com
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