Die Preise für Arbeitsspeicher ziehen leicht an

Meldung von doelf, Sonntag der 05.12.2021, 17:56:55 Uhr

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Erstmals seit August sind die Kurse für DDR4-Arbeitsspeicher am Spot-Markt in Taiwan wieder angezogen, allerdings nur um 0,38 bzw. 1,68 Prozent. Dies darf als saisonaler Effekt betrachtet werden, denn im vierten Quartal werden besonders viele PCs produziert und verkauft, wodurch auch die Nachfrage für Arbeitsspeicher ansteigt. Tatsächlich fällt dieser Trend im Jahr 2021 sehr gering aus, insbesondere da die Markteinführung von Windows 11 den PC-Absatz weiter ankurbeln sollte.

DRAM-Kurse

Seit August 2021 befindet sich der Speichertyp DDR4-2666 16Gb 2Gx8, der am Freitag für durchschnittlich 7,305 US-Dollar gehandelt wurde, auf unserer Beobachtungsliste. Diese Variante ist im Monatsverlauf um 0,38 Prozent teurer geworden, nachdem wir zwischen September und November einen stetigen Kursverlust (-5,13%; -1,51%; -7,90%) notieren konnten. Zwei gleich schnelle 8Gb-Chips sind mit 6,652 US-Dollar weiterhin deutlich günstiger. Als eTT-Variante (funktionsgetestet, aber ohne konkrete Taktangabe) sind 16Gb-Chips (2Gx8) allerdings schon für 4,848 US-Dollar (+0,10%) zu haben.

Die Variante DDR4-2666 8Gb 1Gx8 hatte im Sommer ihren DDR4-2400-Vorgänger beerbt, sie notierte am Freitag mit 3,326 US-Dollar und damit um 1,68 Prozent über dem Kurs von Anfang November. Im ersten Quartal waren die Kurse Monat für Monat kräftig angestiegen (+19,72%; +7,95%; +19,81%), bis Juli folgte dann ein Auf und Ab (-3,35%; +7,10%; -3,93%; +3,03%) und von August bis November sahen wir eine klare Abwärtsbewegung (-3,14%; -15,42%, -3,19%; -10,04%). Die aktuellen Preise liegen dennoch um 15,09 Prozent über dem Niveau des Vorjahres.

Als Auslaufmodell beobachten wir die 4Gb-Chips nur noch in der Variante DDR3-1600/1866 4Gb 512Mx8, hier ist der Kurs im Monatsvergleich minimal um 0,58 Prozent auf 2,583 US-Dollar gefallen. Die Preise der DDR3-Chips waren von Januar bis Mai gestiegen (+12,38%; +41,98%; +11,11%; +12,88%; +1,32%), dann ging es uneinheitlich weiter (-4,06%; +0,34%; -5,57%; -12,10%; -4,41%; +0,81%). Der Blick auf den Vorjahreskurs zeigt auch weiterhin einen happigen Aufschlag von 55,23 Prozent.

Wechselkurs und Ausblick
Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Am Freitag war ein Euro zum Handelsschluss 1,1314 US-Dollar wert und notierte damit um 2,07 Prozent schwächer als Anfang November 2021. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro sogar 6,84 Prozent verloren. Da der anhaltende Chipmangel die DRAM-Produktion nicht direkt betrifft, erwarten wir für Anfang 2022 stagnierende Kurse.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

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