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Arbeitsspeicher: Die Preise sind leicht gestiegen

Meldung von doelf, Sonntag der 13.03.2022, 17:08:33 Uhr

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In den vergangenen fünf Wochen sind die Kurse für Arbeitsspeicher am Spot-Markt in Taiwan leicht angezogen. Die Aufschläge bewegen sich bei den von uns beobachteten Speicherchips zwischen 0,9 und 3,48 Prozent und sind somit nicht mit den heftigen Preissprüngen vom Anfang des letzten Jahres vergleichbar. Tatsächlich sind die Lager der Gerätehersteller weiterhin gut gefüllt und TrendForce hatte erst im Februar fallende DRAM-Preise vorhergesagt. Doch ein Krieg, wie Russland ihn bei uns in Europa gegen die Ukraine führt, macht Einkäufer auf der ganzen Welt nervös und das zeigt sich dann am Spot-Markt.

DRAM-Kurse

Seit August 2021 befindet sich der Speichertyp DDR4-2666 16Gb 2Gx8, der am Freitag für durchschnittlich 7,800 US-Dollar gehandelt wurde, auf unserer Beobachtungsliste. Diese Variante ist im Monatsverlauf um 2,38 Prozent teurer geworden, nachdem wir von Dezember bis Februar Aufschläge von 0,38, 2,26 und 1,99 Prozent gesehen hatten. Zwischen September und November 2021 war der Kurs stetig gefallen (-5,13%; -1,51%; -7,90%). Zwei gleich schnelle 8Gb-Chips sind mit 7,786 US-Dollar kaum günstiger. Als eTT-Variante (funktionsgetestet, aber ohne konkrete Taktangabe) sind 16Gb-Chips (2Gx8) schon für 5,913 US-Dollar (+7,22%) zu haben.

Die Variante DDR4-2666 8Gb 1Gx8 hatte im Sommer ihren DDR4-2400-Vorgänger beerbt, sie notierte am Freitag mit 3,893 US-Dollar und damit um 3,48 Prozent über dem Kurs von Anfang Februar. Im ersten Quartal 2021 waren die Kurse Monat für Monat kräftig angestiegen (+19,72%; +7,95%; +19,81%), bis Juli folgte dann ein Auf und Ab (-3,35%; +7,10%; -3,93%; +3,03%) und von August bis November sahen wir eine klare Abwärtsbewegung (-3,14%; -15,42%, -3,19%; -10,04%). Seit Dezember steigt der Kurs wieder (+1,68%; +11,64%; +1,32%). Die aktuellen Preise liegen allerdings um 13,01 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.

Als Auslaufmodell beobachten wir die 4Gb-Chips nur noch in der Variante DDR3-1600/1866 4Gb 512Mx8, hier ist der Kurs im Monatsvergleich um 0,9 Prozent auf 2,817 US-Dollar geklettert. Die Preise der DDR3-Chips waren von Januar bis Mai 2021 gestiegen (+12,38%; +41,98%; +11,11%; +12,88%; +1,32%), seither geht es uneinheitlich weiter (-4,06%; +0,34%; -5,57%; -12,10%; -4,41%; +0,81%; -0,58%; +5,92%; +2,05%). Vor einem Jahr hatte es deutliche Preissprünge nach oben gegeben, weshalb der aktuelle Kurs trotz der neuerlichen Aufschläge um 4,51 Prozent unter dem Vorjahrespreis liegt.

Wechselkurs und Ausblick
Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Am Freitag war ein Euro zum Handelsschluss 1,0900 US-Dollar wert und notierte damit um 4,8 Prozent schwächer als Anfang Februar - der Krieg in der Ukraine setzt die europäischen Währungen unter Druck. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro sogar 9,06 Prozent eingebüßt. Auch auf die weitere Preisentwicklung wird dieser sinnlose Feldzug Wladimir Putins einen wesentlichen Einfluss haben. Wirtschaftssanktionen und explodierende Rohstoffpreise heizen die Inflation an, zugleich verschlechtert sich das Konsumklima, weshalb die Hersteller nicht beliebig an der Preisschraube drehen können. Auf kurze Sicht gehen wir von einer moderaten Verteuerung aus.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

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