MSI RTX 2080 Serie

Coffee Lake Refresh: Intel stellte 9. Core-i-Generation vor

reported by doelf, Dienstag der 09.10.2018, 16:25:44 Uhr

Nachdem Intel Ende August seine Mobilprozessoren mit einer TDP zwischen 5 und 15 Watt aufgefrischt hatte, folgen nun aufgefrischte Desktop-CPUs unter dem Codenamen "Coffee Lake Refresh". Die 9. Core-i-Generation bietet architektonisch kaum Neuerungen, kann aber mit bis zu acht Kernen punkten. Der Verkauf startet am 19. Oktober 2018.

Wie gewohnt: 14 nm
Wir erinnern uns: Die Generation "Coffee Lake" von 2017 war lediglich der "Kaby Lake" von 2016 mit leicht verbesserter 14-nm-Fertigung (14++) sowie bis zu sechs Kernen. Nun wird der aufgefrischte "Kaby Lake" nochmals aufgefrischt und auf bis zu acht Kerne aufgebohrt. Zugleich bleibt es beim Fertigungsprozess 14++. Seit 2015 hat Intel somit acht 14-nm-Baureihen auf den Markt gebracht: "Broadwell" (2015), "Skylake" (2015), "Kaby Lake" (2016), "Kaby Lake Refresh" (2017), "Coffee Lake" (2017), "Whiskey Lake" (2018), "Amber Lake" (2018) und nun eben "Coffee Lake Refresh". Zuletzt versprach Intel erste 10-nm-Chips für den Jahreswechsel 2019/2020, doch der Marktführer musste die geplante Umstellung seiner Fertigung schon mehrfach verschieben.

Erste Hardware-Maßnahmen gegen Spectre und Meltdown
Was die CPU-Schwachstellen Spectre und Meltdown betrifft, stellt "Coffee Lake Refresh" eine Zwischenlösung dar: Die neuen CPUs umfassen Hardware-Korrekturen, welche die Meltdown-Varianten 3 (Rogue Data Cache Load) und 5 (L1 Terminal Fault) ausschalten. Dies ist nicht unwichtig, denn Firmware-Korrekturen für Meltdown Variante 3 kosten ziemlich viel Leistung. Gegen die Meltdown-Variante 3a (Rogue System Register Read) werden weiterhin Firmware-Korrekturen benötigt, während gegen die Spectre-Variante 2 (Branch Target Injection) und die Meltdown-Variante 4 (Speculative Store Bypass) nur eine Kombination aus Firmware-Korrekturen und Betriebssystemanpassungen helfen. Die 15-Watt-Mobil-CPUs der Baureihe "Whiskey Lake" bieten die gleichen Anpassungen.

Acht Kerne dank AMD
Intel hatte seine Desktop-Prozessoren über Jahre auf vier Kerne und acht Threads beschränkt. Wie bei der 64-Bit-Architektur führten erst konkurrenzfähige Produkte des Mitbewerbers AMD zum Umdenken. Auf die acht Kerne und 16 Threads, welche AMDs Ryzen vorgelegt hatte, reagierte Intel im Vorjahr zunächst mit sechs Kernen und zwölf Threads. Nun will der Marktführer mit acht Kernen und 16 Threads die Leistungskrone zurückerobern. Mit dem Intel Core i9-9900K kommt erstmals ein i9-Modell ins Segment für Mainstream-Desktops und protzt dabei nicht nur mit acht Kernen, sondern auch mit Taktraten von bis zu 5,0 GHz, die bei der Auslastung aller Kerne natürlich nicht erreicht werden. Dazu gibt es 16 MiB L3-Cache, 40 PCIe-Lanes sowie Unterstützung für die NAND-Flash-Alternative Optane (auch bekannt als 3D XPoint). Der maximal garantierte Speichertakt verharrt bei DDR4-2666 und die TDP bei 95 Watt. Kostenpunkt: 488 US-Dollar.

Nichts Neues bei der Grafik
Hinsichtlich der integrierten Grafikeinheit gibt es nur eine Neuerung: Der Core i9-9900K ist Intels erster 8-Kerner mit iGPU. Es handelt sich, wie bei den drei Schwestermodellen und den letztjährigen CPUs, um eine Intel UHD Graphics 630. Diese iGPU umfasst 192 Shader-Einheiten, die in 24 Execution Units untergliedert sind. Sie taktet mit 350 bis 1.200 MHz. Der Grafikkern hat keinen eigenen Grafikspeicher, kann aber bis zu 64 GiB vom Arbeitsspeicher abzwacken. Eine UHD-Ausgabe (4.096 x 2.304 Bildpunkte) mit 60 Hz ist nur über den Displayport (Version 1.2) möglich, da HDMI nach wie vor auf die Version 1.4a und damit auf 24 Hz beschränkt ist. Intels UHD Graphics 630 beherrscht DirectX 12, ist für anspruchsvolle Spiele aber viel zu langsam.

Vorerst nur zwei Alternativen
Wem der Core i9-9900K zu teuer ist, bleiben derzeit nur zwei Alternativen: Der Core i7-9700K verfügt ebenfalls über acht Kerne, verzichtet zum Listenpreis von 374 US-Dollar aber auf HyperThreading. Der maximale Turbo-Takt sinkt auf 4,9 GHz und es gibt nur 12 MiB L3-Cache. Für 262 US-Dollar gibt es schließlich noch den Core i5-9600K mit sechs Kernen und ebenso vielen Threads. Dieser Prozessor arbeitet mit Taktraten zwischen 3,7 und 4,6 GHz, aufgrund der geringeren Kernzahl verfügt er nur über 9 MiB L3-Cache. Der Core i5-9600K entspricht weitgehend dem bekannten Core i5-8600K, der nochmals 5 US-Dollar günstiger ist, aber nur mit 3,6 bis 4,3 GHz läuft. Hier lohnt eventuell ein Blick auf die Straßenpreise.

Die neue Coffee-Lake-Refresh-Familie (2018)

  • Intel Core i9-9900K (Listenpreis: 488 US-Dollar; Straßenpreis: 599 Euro)
    8 Kerne/16 Threads @ 3,6-5,0 GHz; 16 MiB L3; 95 W; Dual-Channel DDR4-2666
  • Intel Core i7-9700K (Listenpreis: 374 US-Dollar; Straßenpreis: 500 Euro)
    8 Kerne/8 Threads @ 3,6-4,9 GHz; 12 MiB L3; 95 W; Dual-Channel DDR4-2666
  • Intel Core i5-9600K (Listenpreis: 262 US-Dollar; Straßenpreis: 350 Euro)
    6 Kerne/6 Threads @ 3,7-4,6 GHz; 9 MiB L3; 95 W; Dual-Channel DDR4-2666

Die alte Coffee-Lake-Familie (2017)

  • Intel Core i7-8700K (Listenpreis: 359 US-Dollar; Straßenpreis: 470 Euro)
    6 Kerne/12 Threads @ 3,7-4,7 GHz; 12 MiB L3; 95 W; Dual-Channel DDR4-2666
  • Intel Core i7-8700 (Listenpreis: 303 US-Dollar; Straßenpreis: 429 Euro)
    6 Kerne/12 Threads @ 3,2-4,6 GHz; 12 MiB L3; 65 W; Dual-Channel DDR4-2666
  • Intel Core i5-8600K (Listenpreis: 257 US-Dollar; Straßenpreis: 319 Euro)
    6 Kerne/6 Threads @ 3,6-4,3 GHz; 9 MiB L3; 95 W; Dual-Channel DDR4-2666
  • Intel Core i5-8600 (Listenpreis: 213 US-Dollar; Straßenpreis: 268 Euro)
    6 Kerne/6 Threads @ 3,1-4,3 GHz; 9 MiB L3; 65 W; Dual-Channel DDR4-2666
  • Intel Core i5-8500 (Listenpreis: 192 US-Dollar; Straßenpreis: 280 Euro)
    6 Kerne/6 Threads @ 3,0-4,1 GHz; 9 MiB L3; 65 W; Dual-Channel DDR4-2666
  • Intel Core i5-8400 (Listenpreis: 182 US-Dollar; Straßenpreis: 259 Euro)
    6 Kerne/6 Threads @ 2,8-4,0 GHz; 9 MiB L3; 65 W; Dual-Channel DDR4-2666
  • Intel Core i3-8350K (Listenpreis: 168 US-Dollar; Straßenpreis: 189 Euro)
    4 Kerne/4 Threads @ 4,0 GHz; 8 MiB L3; 91 W; Dual-Channel DDR4-2666
  • Intel Core i3-8300 (Listenpreis: 138 US-Dollar; Straßenpreis: 159 Euro)
    4 Kerne/4 Threads @ 3,7 GHz; 8 MiB L3; 62 W; Dual-Channel DDR4-2400
  • Intel Core i3-8100 (Listenpreis: 117 US-Dollar; Straßenpreis: 135 Euro)
    4 Kerne/4 Threads @ 3,6 GHz; 6 MiB L3; 65 W; Dual-Channel DDR4-2400

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