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Großbrand bei OVH: 15.000 neue Server im Aufbau

Meldung von doelf, Dienstag der 16.03.2021, 12:06:16 Uhr

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Nach dem Großbrand bei Europas führendem Cloud-Anbieter OVH SAS in Straßburg laufen die Vorbereitungen für den Neustart der verbliebenen Rechenzentren. Auf dem Gelände arbeiten derzeit 111 Techniker in Schichten rund um die Uhr an der Wiederherstellung von Stromversorgung und Netzwerkanbindung. Parallel hierzu werden täglich 500 neue Server aufgebaut, insgesamt sollen 15.000 neue Server entstehen. Der Neustart ist für den kommenden Montag geplant.

Der aktuelle Stand
Der französische Internetdienstleister und Cloud-Anbieter OVH SAS aus Roubaix betreibt 32 Rechenzentren auf vier Kontinenten, vier davon stehen in Straßburg. Dort kam es am 10. März 2021 zu einem verheerenden Großbrand, der glücklicherweise keine Menschenleben gekostet hat. Die Schäden an der Infrastruktur und den Servern sind allerdings enorm:

  • Das Rechenzentrum SBG-2 ist vollständig ausgebrannt und es ist fraglich, ob das Gebäude gerettet werden kann. Stand gestern waren die statischen Prüfungen noch nicht abgeschlossen. Die in SBG-2 verorteten Server sind ein Totalverlust, ebenso die exklusiv auf diesen gespeicherten Daten.
  • In SBG-1 wurden vier von zwölf Räumen beschädigt. Dennoch konnte der Backbone des Netzwerkes gestern wiederhergestellt werden und heute will man die Stromversorgung und das Netzwerk wieder in Betrieb nehmen. Der schrittweise Neustart der Server ist für den kommenden Montag geplant.
  • Die Server in SBG-3 sind ebenso wie das Gebäude unbeschädigt, doch es hat sich Ruß über die Serverräume verteilt. Um diesen soll sich heute die Putzkolonne kümmern, während nebenan der Netzwerkraum ausgetauscht und die Stromversorgung hochgefahren wird. Das Hochfahren der Server soll am Montag anlaufen.
  • Das Rechenzentrum SGB-4 ist unbeschädigt, allerdings musste auch hier für die Löscharbeiten der Strom gekappt werden. Die Stromversorgung und das Netzwerk will man im Laufe des heutigen Tages hochfahren und die Server werden, wie in den anderen Rechenzentren, ab Montag folgen.

Während die beschädigten Server in SBG-1 vor Ort ersetzt werden, müssen Kunden, deren Server im zerstörten Rechenzentrum SBG-2 standen, auf einen anderen Standort ausweichen. Laut OVH stehen in Roubaix (RBX) und Gravelines (GRA) freie Kapazitäten für die Produkte Bare Metal, Hosted Private Cloud und Public Cloud bereit. Dies gilt auch für Kunden, die nicht bis zur nächsten Woche auf das Hochfahren der Server warten können.

Was ist mit den Daten?
Ein anderes Problem lässt sich allerdings nicht so schnell lösen: Wer bei OVH keine Spiegelung seiner Daten zugebucht hatte, muss nun die eigenen Sicherungen durchforsten, um daraus einen halbwegs aktuellen Stand wiederherzustellen. Dies dürfte insbesondere bei Start-Ups und kleineren Firmen der Fall sein, da die Datenspiegelung bei OVH kostenpflichtig ist. Wer seine Daten weder über OVH noch intern gesichert hat, steht derweil vor einem Totalverlust. Und auch das werden nicht wenige sein, da in der Werbung das Cloud-Konzept fast immer mit Datensicherheit gleichsetzt wird.

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