Fairphone 3: Schneller und preiswerter
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Fairphone 3: Schneller und preiswerter

Meldung von doelf, Dienstag der 27.08.2019, 16:15:19 Uhr

Nach vier Jahren gibt es endlich ein neues Fairphone, welches moderne Technik mit fairen Arbeitsbedingungen, Nachhaltigkeit und Umweltschutz kombiniert. Das neue Smartphone, dessen Auslieferung Ende September 2019 anlaufen wird, nutzt Android 9 als Betriebssystem und kostet immerhin 75 Euro weniger als sein direkter Vorgänger.

Rückblick: Das Fairphone 2
Als das modulare Fairphone 2 im Jahr 2015 zum Preis von 525 Euro an den Start ging, waren Android 5.1 und ein 4-Kern-SoC (Qualcomm Snapdragon 801) gutes Mittelmaß. Einen Preiskampf mit den großen Herstellern hatte das niederländische Unternehmen Fairphone B.V. aber auch nie im Sinn, wohl aber faire Arbeitsbedingungen, den Verzicht auf Rohstoffe aus Kriegsgebieten sowie ein nachhaltiges Gesamtkonzept. Während sich das Gerät einfach reparieren ließ und Ersatzteile sowie Akkus leicht über den Hersteller zu beschaffen waren, sorgten die späten Software-Updates (Android 6.0.1 wurde im April 2017 bereitgestellt und Android 7.1.2 gab es erst im November 2018) für Kritik. Da im Telefon ein SoC von Qualcomm werkelt, werden unfreie Binärblobs benötigt.

Solide Mittelklasse: Das neue Fairphone 3
Das neue Fairphone 3 kommt für 450 Euro mit Android 9 auf den Markt und als SoC dient ein Qualcomm Snapdragon 632, der die Zahl der Rechenkerne von 4 auf 8 verdoppelt und zudem den Schritt von 32 auf 64 Bit vollzieht. Die Taktrate der Rechenkerne sinkt minimal von 2,26 auf 2,20 GHz, dafür taktet die neue GPU Qualcomm Adreno 506 mit 650 MHz etwas höher als ihr Vorgänger Qualcomm Adreno 330 (578 MHz). Aufgrund architektonischer Veränderungen spielen die neuen CPU- und GPU-Kerne aber sowieso einer höheren Leistungsklasse und können zudem auf 4 GiB Arbeitsspeicher zurückgreifen (Fairphone 2: 2 GiB). Der interne Festspeicher wurde von 32 auf 64 GiB verdoppelt und kann per microSD-Karte erweitert werden. Eine Größenbeschränkung für die Kapazität der Speicherkarte gibt es nicht (Fairphone 2: 128 GB).

Fairphone 3

Das Display ist von 5,0 auf 5,65 Zoll gewachsen und setzt nun auf ein Seitenverhältnis von 18:9. Hieraus resultiert auch die auf 2.160 x 1.080 Bildpunkte gestiegene Auflösung (Fairphone 2: 1.920 x 1.080 Pixel), wobei die Pixeldichte von 446 auf 427 ppi gesunken ist. Fairphone hat sich abermals für ein IPS-Display entschieden, welches Gorilla Glass 5 (Fairphone 2: Gorilla Glass 3) als Schutzschicht trägt. Die Auflösung der Hauptkamera verharrt bei 12 Megapixel (beim Fairphone 2 seit 2017), während die Selfie-Kamera nun 8 Megapixel (Fairphone 2: 5 Megapixel) beherrscht. Für die Hauptkamera wird Sonys 1/2,55-Zoll-Sensor IMX363 genutzt, der auch 4K-Videos aufzeichnen kann - allerdings nur mit 30 fps. Die weiteren Eckdaten der Kamera: HDR, minimale Blendenzahl 1,8, Autofokus und zweifacher LED-Blitz. Zoom und Bildstabilisierung sind digital umgesetzt.

Zur kabellosen Anbindung gibt es WLAN gemäß IEEE 802.11 a/b/g/n/ac (2,4 und 5 GHz), Bluetooth 5 + LE, sowie vier GNSS-Systeme (GPS, Glonass, BeiDou und Galileo). Den beiden Nano-SIMs wird wie beim Vorgänger LTE (4K) geboten, doch die maximale Download-Rate ist von 150 auf 450 Mbps angewachsen. Beim Upload sind bis zu 75 Mbps möglich. Die Batterie kann wieder vom Benutzer ausgetauscht werden, ihre Kapazität ist von 2.420 auf 3060 mAh gestiegen. Dank Quick Charge 3.0 dauert das Laden nur 3,5 Stunden. Um Elektromüll zu reduzieren, gehören Ladegerät und Ladekabel (USB-C) nicht zum Lieferumfang, sie kosten jeweils 19,95 Euro Aufpreis. Auch einen Kopfhörer legt Fairphone nicht bei, dafür aber einen Stoßschutz (Bumper) sowie einen Mini-Schraubenzieher. Die Vorbestellung des Fairphone 3 ist bereits angelaufen, die Auslieferung der ersten Geräte startet dann Ende September.

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