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Windows: Microcode-Updates für Knights Landing und Knights Mill

reported by doelf, Montag der 30.07.2018, 14:37:16 Uhr

Seit Januar 2018 sind die Meltdown- und Spectre-Angriffe auf Schwachstellen in CPU-Designs bekannt, dennoch gibt es kaum UEFI- bzw. BIOS-Updates für betroffene Computer. Und diese sind auch nicht notwendig, da die Betriebssysteme in der Lage sind, die notwendigen Microcode-Updates nachzuladen. Microsoft bietet optionale Microcode-Updates für alle Versionen von Windows 10 und Windows Server 2016 an. Die neueste Version der Updates umfasst nun auch die Xeon-Phi-CPUs der Baureihen "Knights Landing" und "Knights Mill".

Die Veröffentlichungsgeschichte
Die ersten Microcode-Updates hatte Microsoft am 28. Februar 2018 veröffentlicht, doch diese waren auf Windows 10 Version 1709 sowie auf Prozessoren der Skylake-Familie (ab 2015) beschränkt. Mitte März folgten dann Microcode-Updates für die Baureihen "Kaby Lake" (ab 2016) und "Coffee Lake" (ab 2017) und Ende April wurden auch die CPU-Familien Broadwell (ab 2014) und Haswell (ab 2013) eingepflegt. Für Windows 10 Version 1803, welches ebenfalls seit Ende April ausgeliefert wird, gab es zunächst keine Microcode-Updates. Diese folgten erst am 23. Mai 2018 und deckten erstmals auch die Baureihen "Ivy Bridge" (2012) und "Sandy Bridge" (2011) ab. Seit Juni 2018 gibt es Microcode-Updates für "Sandy Bridge" bis "Skylake" für alle Versionen von Windows 10, "Kaby Lake" (ab 2016) und "Coffee Lake" (ab 2017) werden ab der Version 1607 unterstützt.

Neu: Knights Landing und Knights Mill
In ihrer neuesten Version decken die Pakete mit den Microcode-Updates auch die Xeon-Phi-Prozessoren der Generationen "Knights Landing" (2016) und "Knights Mill" (2017) ab - und zwar für alle Varianten von Windows 10 und Windows Server 2016. Der Xeon Phi umfasst bis zu 72 Rechenkerne der Atom-Baureihe (aktuell in der Airmont-Generation), welche je vier Threads parallel abarbeiten können. Diese Produkte zielen auf effiziente Lösungen im Bereich "High Performance Computing".

Downloads für Windows 10 und Windows Server 2016
Wir verweisen auf die englischsprachigen Informationsseiten, da Microsofts automatische Übersetzung bei den Produktnamen auch weiterhin für Verwirrung - "Springer Zielseite" (Knights Landing), "Springer Mühle" (Knights Mill) oder "Efeu Brücke" (Ivy Bridge) - sorgt:

Ältere Prozessoren, neuere Spectre-Varianten
Intel hat zwar Microcode-Updates für die Core-i-Baureihen Lynnfield (ab 2009, Nehalem Micro-Architektur), Arrandale und Clarkdale (ab 2010, beide Westmere Micro-Architektur) fertiggestellt, doch diese sind über Microsoft noch nicht verfügbar. Zudem kümmern sich die bisher verteilten Microcode-Updates ausschließlich um Spectre Variante 2 (CVE 2017-5715). Neue Versionen, welche auch Schutz vor den neueren Spectre-Varianten 3a (CVE-2018-3640) und 4 (CVE-2018-3639) bieten, sind über Microsoft noch nicht erhältlich. Für den Schutz vor ret2spec, SpectreRSB, Spectre 1.1 und NetSpectre

werden vermutlich keine neuen Microcode-Updates benötigt.

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