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AMD: 50 Prozent mehr Umsatz mit CPUs und GPUs

reported by doelf, Dienstag der 25.07.2017, 23:02:42 Uhr

AMD hat in diesem Jahr viele interessante Pfeile im Köcher, beispielsweise die neuen Mainstream-CPUs der Ryzen-Baureihe, die Workstation- und Server-Prozessoren der Epyc-Serie sowie deren kommende Threadripper-Geschwister für den Enthusiasten-Bereich. Auch die neuen Grafiklösungen der Radeon-RX-Familie sowie die ersten Vega-Modelle sorgen für frischen Wind. Bleibt die Frage, ob diese Produktoffensive auch schwarze Zahlen einfährt. Im zweiten Quartal 2017 gelang dies nur teilweise.

AMD konnte zwischen April und Juni 2017 einen Umsatz in Höhe von 1,222 Milliarden US-Dollar generieren, was einer Steigerung um 18,99 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (Q2/2016: 1,027 Milliarden US-Dollar) entspricht. Damals hatte AMD im operativen Geschäft noch 8 Millionen US-Dollar verloren, doch diesmal gibt es schwarze Zahlen: Ein operativer Gewinn von 25 Millionen US-Dollar. Genau anders herum sieht es beim Nettogewinn aus: Vor einem Jahr hatte AMD 69 Millionen US-Dollar bzw. 0,08 US-Dollar je Aktie eingenommen, diesmal stehen 16 Millionen US-Dollar bzw. 0,02 US-Dollar als Nettoverlust in den Büchern.

Allerdings hatte AMD seinen letztjährigen Nettogewinn einzig dem Verkauf weiterer Unternehmensanteile zu verdanken: Die Amerikaner hatten die Bereiche "Assembly, Test, Mark and Pack" (ATMP), also das Zusammensetzen und Prüfen der Chips, in ein Joint-Venture ausgelagert, an dem sich das chinesische Unternehmen Nantong Fujitsu Microelectronics zu 85 Prozent beteiligt hat. Der Verkauf dieser Beteiligungen hatte 150 Millionen US-Dollar in AMDs Kasse gespült, welche in die Geschäftszahlen für das zweite Quartal 2016 eingeflossen waren. Ohne diesen Posten hätte AMD damals 81 Millionen US-Dollar Nettoverlust eingefahren.

Zurück zu den aktuellen Geschäftszahlen: Der mit Prozessoren und Grafikchips generierte Umsatz ist um 51 Prozent auf 659 Millionen US-Dollar gestiegen, denn sowohl die Ryzen-CPUs als auch AMDs Grafikprozessoren waren stark gefragt. Hatte die Sparte "Computing and Graphics" vor einem Jahr noch einen operativen Verlust in Höhe von 81 Millionen US-Dollar geschrieben, gab es diesmal 7 Millionen US-Dollar Gewinn. Der Geschäftsbereich "Enterprise, Embedded and Semi-Custom", zu dem neben Server-Lösungen auch die Spielkonsolen-SoCs gehören, stellte 563 Millionen US-Dollar des Gesamtumsatzes, ein Rückgang um fünf Prozent. Aufgrund gestiegener Entwicklungskosten ist hier der operative Gewinn von 84 Millionen auf 42 Millionen US-Dollar gesunken.

Für das dritte Quartal 2017 erwartet AMD ein sequentielles Umsatzwachstum zwischen 20 und 26 Prozent. Geht man vom Mittelwert aus, würde dies eine Steigerung um 15 Prozent im Vergleich zum dritten Quartal 2016 bedeuten. Auch für das gesamte Geschäftsjahr gibt sich AMD nun optimistischer und erwartet ein Umsatzwachstum im "mittleren bis hohen Zehnerbereich", also zwischen 15 und 19 Prozent. Den Anlegern gefällt dieser Ausblick: Nachbörslich kletterte AMDs Aktie um 10,77 Prozent auf 15,63 US-Dollar.

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