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Arbeitsspeicher: Die DDR4-Kurse am Spot-Markt ziehen nochmals an

Meldung von doelf, Dienstag der 05.12.2023, 16:47:14 Uhr

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Trotz Chipkrise hatte es an DRAM-Chips nie gemangelt, so dass die eingebrochene Nachfrage für neue Elektronik die Kurse am Spot-Markt in Taiwan über viele Monate schrumpfen ließ. Diese Abwärtsbewegung hatte für die DDR4-Chips im Oktober ein vorläufiges Ende gefunden und auch im Dezember sehen wir eine weitere Verteuerung.

DRAM-Kurse

Der Speichertyp DDR4-3200 16Gb 2Gx8 hat mittlerweile seinen DDR4-2666-Vorgänger abgelöst und wurde heute für durchschnittlich 3,298 US-Dollar gehandelt. Dies bedeutet einen Aufschlag um 4,76 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Bereits im Oktober (+4,86%) und November (+2,84%) hatten wir Aufschläge gesehen, nachdem die Preise von April 2022 bis September 2023 Monat für Monat immer weiter gefallen waren (-8,81%; -5,74%; -1,60%; -0,89%; -5,89%; -13,19%; -12,13%; -6,48%; -3,64%; -2,39%; -9,18%; -5,73%, -8,49%, -4,08%, -3,35%, -0,33%, -0,77% und -1,58%). Auch jetzt liegt der Kurs noch um 22,03 Prozent unter dem Vorjahreswert. Zwei gleich schnelle 8Gb-Chips sind mit 3,180 US-Dollar etwas günstiger und die 16Gb-Variante 1Gx16 ist mit 3,446 US-Dollar (+7,39%) deutlich teurer.

Die Variante DDR4-3200 8Gb 1Gx8, auch hier wurden die DDR4-2666-Chips zwischenzeitlich abgelöst, notierte zuletzt mit 1,590 US-Dollar. Sie ist im Monatsvergleich um 2,45 Prozent teurer geworden. Hier hatten wir erstmals im Juni 2023 einen leichten Anstieg um 0,46 Prozent notiert, im Oktober und November 2023 folgten dann Aufschläge um 5,08 und 2,71 Prozent. Zwischen April 2022 und Mai 2023 (-5,45%; -6,90%; -0,15%; -5,00%; -10,49%; -14,33%; -4,97%; -8,53%; -5,86%; -4,26%; -6,61%; -4,93%; -5,59%) sowie zwischen Juli und September 2023 (-2,11%, -2,89% und -0,35%) war auch dieser Kurs beständig gefallen. Der aktuelle Preis liegt um 22,06 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.

Als Auslaufmodell beobachten wir die 4Gb-Chips nur noch in der Variante DDR3-1600/1866 4Gb 512Mx8 und deren Kurs ist im Monatsvergleich um 0,94 Prozent auf 1,049 US-Dollar gefallen. Hier hatten wir im Juni (+1,37%), September (+5,57%) und Oktober 2023 (+3,81%) Preissteigerungen vermerkt. Im November 2023 hatte sich der Kurs dann wieder leicht nach unten bewegt (-0,38%). Auch für die Zeiträume von April 2022 bis Mai 2023 (-4,83%; -9,66%; -2,93%; -2,85%; -7,14%; -18,62%; -11,01%; -4,69%; -9,49%; -3,47%; -6,41%; -4,09%; -7,84%; -3,40%) und Juli bis August 2023 (-3,38%; -3,10%) hatten wir ausschließlich Abschläge notiert. Ziehen wir den Vorjahreskurs zum Vergleich heran, sehen wir einen Kursrückgang um 20,83 Prozent.

Wechselkurs und Ausblick
Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,0833 US-Dollar wert und notierte damit um 0,70 Prozent schwächer als im November. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro um 3,23 Prozent zugelegt. Derzeit stemmt sich die zum Jahresende steigende Nachfrage für Elektronikprodukte gegen die getrübte Konsumlaune. Wir bezweifeln jedoch, dass es sich hierbei um eine generelle Trendwende handelt. Das erste Quartal des kommenden Jahres wird zeigen, wie viele DRAM-Chips sich über den Jahreswechsel in den Lagern der PC-Hersteller anhäufen.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

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