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Cloud sei Dank: Microsoft beendet Geschäftsjahr mit Gewinnsprung

reported by doelf, Freitag der 21.07.2017, 14:35:05 Uhr

Am 30. Juni hatte Microsoft das fiskalische Jahr 2017 abgeschlossen und nun haben die Redmonder auch die dazugehörigen Zahlen auf den Tisch gelegt. Die größten Umsatzgewinne verzeichneten die Cloud-Produkte Azure (+97%), Dynamics 365 (+74%) und Office 365 (+43%), während die Umsätze mit Unternehmensdienstleistungen und Surface-Geräten um drei bzw. zwei Prozent zurückgegangen sind. Das OEM-Geschäft mit Windows-Lizenzen stagnierte mit einem Mini-Plus von einem Prozent.

Das 4. Quartal 2017: Gesamtergebnis
Im vierten Quartal ist Microsofts Umsatz um 13,11 Prozent auf 23,317 Milliarden US-Dollar gestiegen, derweil schnellte der operative Gewinn (GAAP) um 73,05 Prozent auf 5,330 Milliarden US-Dollar. Der Nettogewinn (GAAP) hat sich mit 6,513 Milliarden US-Dollar mehr als verdoppelt (+108,62%) und der Gewinn je Aktie sprang von 0,39 auf 0,83 US-Dollar (+112,82%). Für diese Gewinnexplosion sind allerdings zwei Effekte verantwortlich: Geringere Restrukturierungsaufwendungen und niedrigere Rückstellungen für Windows 10.

Im Abschlussquartal 2016 hatte der Unternehmensumbau den operativen Gewinn mit 1,110 Milliarden US-Dollar belastet und es mussten 2,027 Milliarden US-Dollar für Windows 10 zurückgestellt werden. Diesmal lagen die Restrukturierungskosten lediglich bei 306 Millionen US-Dollar und die Rückstellungen beliefen sich auf 1,383 Milliarden US-Dollar. Während der Gewinn je Aktie im vierten Quartal 2016 durch diese Posten um 0,30 US-Dollar belastet wurde, waren es diesmal nur 0,15 US-Dollar, also die Hälfte.

Das 4. Quartal 2017: Nach Sparten
Mit 8,446 Milliarden US-Dollar (+21,18%) lieferte die Sparte "Productivity and Business Processes" den zweithöchsten Umsatz und schickt sich an, Microsofts wichtigster Geschäftsbereich zu werden. Diese Position hatte im vierten Quartal noch "More Personal Computing" inne, doch hier ist der Umsatz aufgrund des Smartphone-Ausstiegs um 1,56 Prozent auf 8,820 Milliarden US-Dollar gesunken. Das Segment "Intelligent Cloud" konnte indes um 10,77 Prozent auf 7,434 Milliarden US-Dollar zulegen.

Anders sieht es beim operativen Gewinn aus: Hier führt "Productivity and Business Processes" mit 2,754 Milliarden US-Dollar, doch dies bedeutet einen Rückgang um 7,86 Prozent. Es folgt die "Intelligent Cloud" mit 2,501 Milliarden US-Dollar und einem Plus von 14,72 Prozent sowie die Sparte "More Personal Computing" mit lediglich 1,764 Milliarden US-Dollar aber einem Plus von 68,32 Prozent. Hier hat sich der Wegfall des Smartphone-Ballast eindeutig ausgezahlt.

Das gesamte Geschäftsjahr 2017
Zum Abschluss noch der Blick auf das gesamte Geschäftsjahr 2017: Microsoft konnte seinen Umsatz über die vergangenen zwölf Monate um 5,43 Prozent auf 89,950 Milliarden US-Dollar ausbauen und seinen operativen Gewinn (GAAP) um 10,62 Prozent steigern. Nach Schließung der Smartphone-Sektion ist der Nettogewinn (GAAP) von 16,798 Milliarden auf 21,204 Milliarden US-Dollar gesprungen - ein Plus von 26,23 Prozent. Der Gewinn je Aktie (GAAP) hat sich sogar um 29,05 Prozent auf 2,71 US-Dollar verbessert.

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