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Apple hofft auf über 90 Milliarden US-Dollar im Weihnachtsquartal

reported by doelf, Sonntag der 04.11.2018, 09:30:29 Uhr

Apple hatte am 29. September 2018 das fiskalische Jahr 2018 abgeschlossen und in dieser Woche die dazugehörigen Geschäftszahlen veröffentlicht. Wie gewohnt gab es ein weiteres Rekordquartal sowie ein Rekordjahr. In allen Regionen der Welt ist Apples Umsatz dank immer höherer Stückpreise zweistellig gewachsen und für die Monate Oktober bis Dezember hofft das Unternehmen auf bis zu 93 Milliarden US-Dollar Umsatz. Und natürlich wäre auch dies wieder ein neuer Rekord.

Das Rekordquartal
Im vierten Quartal 2018 erzielte Apple einen Absatz in Höhe von 62,900 Milliarden US-Dollar (+19,63%) und stellte damit alle vorausgegangenen September-Quartale in den Schatten. Der operative Gewinn ist um 22,85 Prozent auf 16,118 Milliarden US-Dollar gestiegen und der Nettogewinn aufgrund der verringerten Steuerlast sogar um 31,84 Prozent auf 14,125 Milliarden US-Dollar gehüpft. Und da Apple fleißig Aktien zurückgekauft hat, dürfen sich die Anteilseigner über 2,91 US-Dollar je Aktie freuen - ein Plus von 40,58 Prozent.

Am stärksten war Apple wie gewohnt in seinem Heimatmarkt Amerika, wo der Quartalsumsatz um 19,13 Prozent auf 27,517 Milliarden US-Dollar angewachsen ist. Es folgen Europa mit 15,382 Milliarden US-Dollar (+18,24%) und China mit 11,411 Milliarden US-Dollar (+16,43%). Damit bleibt China ein schwieriger Markt für Apple. Ganz anders Japan, wo die Firma mit 33,77 Prozent ihr stärkstes Umsatzplus vorweisen kann. Hier setzte Apple im vierten Quartal 5,161 Milliarden US-Dollar um, während der Rest der Welt 3,429 Milliarden US-Dollar (+21,94%) beigesteuert hat.

Nach all den Rekordzahlen trübt der Blick auf die Absatzzahlen die Stimmung: Bei den iPhones tritt Apple mit 46,889 Millionen Einheiten (+0,45%) auf der Stelle, bei den iPads gab es mit 9,699 Millionen Geräten einen Einbruch um 6,07 Prozent und auch die Zahl der verkauften Macs ist um 1,62 Prozent auf 5,299 Millionen Rechner gesunken. Doch keine Sorge, Apple hat bereits angekündigt, sich um dieses Problem zu kümmern: In Zukunft wird das Unternehmen die Absatzzahlen seiner Geräte unter Verschluss halten, da diese Angaben die Investoren verwirren könnten.

Zudem sagen Stückzahlen wenig über Umsatz und Gewinn aus: Beim iPhone haben höhere Stückpreise den Umsatz beispielsweise um 28,91 Prozent auf 37,185 Milliarden US-Dollar klettern lassen und auch bei den Macs sorgt diese Strategie für ein Umsatzplus von 3,36 Prozent auf 7,411 Milliarden US-Dollar. Dieses Kunststück ist beim iPad nicht gelungen, dessen Umsatz um 15,36 Prozent auf 4,089 Milliarden US-Dollar geschrumpft ist. Versöhnlich stimmen dafür neue Rekordumsätze mit Dienstleistungen (9,981 Milliarden US-Dollar; +17,41%) und anderen Produkten (4,234 Milliarden US-Dollar; +31,04%).

Das Rekordjahr
Betrachten wir das gesamte Geschäftsjahr 2018, sehen wir einen Umsatz von 265,595 Milliarden US-Dollar (+15,86%), einen operativen Gewinn von 70,898 Milliarden US-Dollar (+15,57%) und einen Nettogewinn von 59,531 Milliarden US-Dollar (+23,12%). Auch hier sorgt der gesunkene Steuersatz für mehr Netto vom Brutto, während großzügige Aktienrückkäufe den Gewinn je Anteil um 29,32 Prozent auf 11,91 US-Dollar springen lassen - im Laufe des Geschäftsjahres hatte Apple knapp 90 Milliarden US-Dollar in Form von Aktienkäufen und Dividenden an seine Investoren ausgeschüttet.

Ausblick und Reaktion der Anleger
Für das kommende Quartal erwartet Apple einen Umsatz zwischen 89 Milliarden und 93 Milliarden US-Dollar und auch das wäre dann wieder ein neuer Rekord. Allerdings wäre das Überschreiten der 90-Milliarden-Marke wohl bedeutsamer als der Umsatzzuwachs, der sich angesichts der genannten Spanne bestenfalls auf 5,32 Prozent und schlimmstenfalls auf 0,79 Prozent belaufen wird. Allen Geschenken der letzten zwölf Monate zum Trotz reagierten die Aktionäre verschnupft und ließen Apples Aktie von 222,22 US-Dollar zum Handelsschluss am 1. November auf 209,55 US-Dollar zur Börseneröffnung am 2. November einbrechen. Zum Ende des Handelstages hatte das Papier sogar 6,63 Prozent verloren.

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