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Samsungs Smart-TVs und der Rat zu regelmäßigen Viren-Scans

Meldung von doelf, Dienstag der 18.06.2019, 13:24:02 Uhr

Früher waren die Flimmerkisten noch kistenförmig und flimmerten, heute sind sie flackerfreie flache Rechtecke, die an der Wand hängen. Im Falle schlechter Sendungen konnte man früher die Mattscheibe effektvoll mit einem Arbeitsschuh zertrümmern, heute prallen Schuh und Kritik beinahe spurlos ab. Dafür sind die Geräte "smart" geworden und können sich Viren einfangen.

Das neudeutsche Wort "smart" bedeutet soviel wie "ohne erkennbares Sicherheitskonzept mit lausiger Software und zusammengeschusterten Apps ausgestattet". Es wird zumeist für Geräte genutzt, die uns mit Mikrofon und/oder Kamera überwachen und Daten sammeln, während sie zum Internet ein offenes Scheunentor darstellen. Sehr beliebt sind auch nicht dokumentierte Wartungszugänge und fest einprogrammierte Passwörter, die oft, aber nicht ausschließlich, "12345" lauten - zuweilen wird nämlich "54321" genutzt.

Eigentlich würde man jetzt spontan sagen "Das braucht doch kein Mensch", doch Sprachassistenten werden immer beliebter und heimische Fernseher werden immer häufiger für Streaming-Dienste genutzt. Zieht man den Netzwerkstecker und schaltet das WLAN ab, mutieren Smart-TVs augenblicklich zu ganz normalen Flimmerkisten, nur eben nicht kistig oder flimmrig und ohne matte Scheibe. Das ist dann so unglaublich oldschool wie die letzte Meile "zu Fuß zu gehen" statt zeitgemäß "e-zu-scootern".

Und so hängen die meisten Smart-TVs im Netz und stellen ein latentes Sicherheitsrisiko dar, was vielen ihrer Besitzer gar nicht bewusst ist. Folglich müsste man dem Samsung-Mitarbeiter, der Käufer über den Twitter-Kanal von Samsung USA zu regelmäßigen Viren-Scans riet, eigentlich dankbar sein. Doch stattdessen hagelte es Häme und stürmte es Shit, worauf Samsung mit der Löschung des gut gemeinten Tweets reagierte. Schließlich will niemand mit Themen wie Sicherheit die eigenen Kunden verunsichern.

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