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Starker Jahresauftakt für Intel

reported by doelf, Freitag der 28.04.2017, 13:00:41 Uhr

Zwischen Januar und März 2017 erzielte Intel den höchsten Q1-Umsatz seiner Firmengeschichte und konnte auch den Gewinn deutlich steigern. Insbesondere das PC-Geschäft hat viel Geld in die Kassen gespült, während das Internet der Dinge weiterhin vergleichsweise kleine Brötchen bäckt und die Flash-Sparte trotz eines neuen Rekordumsatz rote Zahlen schreibt. Dafür hat es die "Programmable Solutions Group", also der 2015 zugekaufte FPGA-Spezialist Altera, in der Gewinnzone geschafft.

Intel konnte seinen Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 7,98 Prozent auf 14,796 Milliarden US-Dollar (Q1/2016: 13,702 Milliarden US-Dollar) ausbauen. Das PC-Geschäft (Client Computing Group) steuerte hierzu 7,976 Milliarden US-Dollar (+5,66%) bei und die Server-Sparte (Data Center Group) weitere 4,232 Milliarden US-Dollar (+5,83%). Mit deutlichem Abstand folgen das Geschäft mit nicht-flüchtigem Speicher (866 Millionen US-Dollar; +55,48%), das Internet der Dinge (721 Millionen US-Dollar; +10,75%), die Intel Security Group (534 Millionen US-Dollar; -0,56%) und die Programmable Solutions Group (425 Millionen US-Dollar; +18,38%). Es fällt auf, dass der Umsatz außerhalb der traditionellen Kernbereiche besonders stark gestiegen ist. Allerdings liefert der Umsatz immer nur die halbe Wahrheit.

Beim operativen Gewinn (GAAP) sehen wir einen Sprung von 2,568 Milliarden auf 3,599 Milliarden US-Dollar, das ist eine Steigerung um 40,15 Prozent. Sie wird hauptsächlich vom PC-Geschäft (Client Computing Group) getragen, das um 60,80 Prozent auf 3,031 Milliarden US-Dollar zulegen konnte. Der Gewinn der Server-Sparte ist indes um 15,7 Prozent auf 1,487 Milliarden US-Dollar eingebrochen. Die Zahl der ausgelieferten PC-Plattformen ist diesmal um vier Prozent (Notebooks: +1%; Desktops: -7%) zurückgegangen, der durchschnittliche Preis aber um sieben Prozent (Notebooks: +7%; Desktops: +2%) gestiegen. Ähnlich sieht es bei den Server-Plattformen aus: Hier gab es einen Rückgang der Stückzahlen um ein Prozent, während die Preise um sechs Prozent angezogen sind.

Auch der Wachstumsbereich des Internet der Dinge musste einen Gewinnrückgang um 14,63 Prozent auf 105 Millionen US-Dollar verkraften. Die Programmable Solutions Group (Altera) hatte im Vorjahreszeitraum 200 Millionen US-Dollar verloren, diesmal gibt es 92 Millionen US-Dollar in schwarzen Zahlen. Beim Speichergeschäft ist neben dem Umsatz auch der Verlust weiter angestiegen und zwar um 35,79 Prozent auf tief rote 129 Millionen US-Dollar. Bleibt noch die Intel Security Group mit 95 Millionen US-Dollar (+11,76%). Unter dem Strich steht ein Nettogewinn (GAAP) in Höhe von 2,964 Milliarden US-Dollar (+44,87%) bzw. 0,61 US-Dollar je Aktie (+45,24%).

Für das zweite Quartal 2017 erwartet Intel einen Umsatz zwischen 13,9 Milliarden und 14,9 Milliarden US-Dollar, einen operativen Gewinn um die 3,6 Milliarden US-Dollar sowie ca. 0,53 US-Dollar Gewinn je Aktie. Damit würde Intel das zweite Quartal 2016 - Umsatz: 13,5 Milliarden US-Dollar; Operativer Gewinn: 1,3 Milliarden US-Dollar; Gewinn je Aktie: 0,27 US-Dollar - deutlich übertreffen. Doch trotz guter Zahlen und Aussichten ist Intels Aktie an der US-Technologiebörse NASDAQ nachbörslich um 3,61 Prozent auf 36,08 US-Dollar abgerutscht.

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