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Elon Musk legt Twitter-Übernahme auf Eis - jedenfalls so irgendwie

Meldung von doelf, Freitag der 13.05.2022, 17:01:06 Uhr

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Elon Musk, Multi-Milliardär in Permanentpubertät, wirbelt einmal mehr die Börsenkurse durcheinander. Diesmal schickte er Twitters Aktie auf Talfahrt, weil er per Tweet verkündete, die angekündigte Übernahme des Mikroblogging-Dienstes, erst einmal auf Eis zu legen. Als Grund gab Musk an, dass er zunächst prüfen wolle, ob der Anteil der SPAM- bzw. Fake-Konten bei Twitter tatsächlich tatsächlich unter fünf Prozent liegt. Zwei Stunden später schickte Musk hinterher, dass er sich weiterhin zur Übernahme verpflichtet sehe.

Aktuell gehört Twitter noch der börsennotierten Firma Twitter Inc. mit Sitz in San Francisco, Kalifornien. Größter Aktionär des Unternehmens ist seit April 2022 Elon Musk, ein Mitgründer des Bezahldienstes PayPal, CEO des Elektroautoherstellers Tesla sowie CEO und CTO des Raumfahrtunternehmens SpaceX. Ebenfalls im April kündigte Musk an, Twitter komplett aufkaufen und privatisieren zu wollen. Musk erklärte, 54,20 US-Dollar je Aktie zu zahlen, womit die Übernahme ein Gesamtvolumen von 43 Milliarden US-Dollar hat. Nach kurzem Widerstand stimmte Twitters Verwaltungsrat der Übernahme einstimmig zu. Die endgültige Entscheidung wird allerdings erst auf der Aktionärsvollversammlung am 25. Mai 2022 getroffen. Sollten die Anteilseigner grünes Licht geben, könnte die Übernahme zum Ende des Kalenderjahres 2022 abgeschossen sein.

Als Grund für seine Übernahmepläne gab Musk an, die Meinungsfreiheit auf Twitter wiederherstellen zu wollen. Als Reaktion auf den gewalttätigen Sturm auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021 hatte Twitter das Konto des damaligen US-Präsidenten Donald Trump gesperrt und diese Sperre bisher aufrechterhalten. Trump, der im Laufe seines Wahlkampfes und seiner Amtszeit regen Gebrauch von Twitter gemacht hatte, ist zwar der wohl populärste Verbannte, aber nicht der einzige. Weltweit hat Twitter etlichen rechtsradikalen und rechtsextremen Meinungsmachern die Konten gesperrt. Zumindest in Trumps Fall will Musk die Sperre aufheben und man darf davon ausgehen, dass er auch bei anderen Vertretern des rechten Meinungsspektrums ähnlich agieren wird. Eine mögliche Renaissance von Hass und Hetze auf Twitter dürfte allerdings eine globale Klageflut nach sich ziehen.

Heute verkündete Musk dann nebenbei per Tweet, der Twitter-Deal läge erst einmal auf Eis. Zunächst müsse geklärt werden, ob der Anteil von SPAM- bzw. Fake-Konten tatsächlich unter fünf Prozent liegt. Die Börse in New York reagierte sofort und Twitters Aktienkurs rutsche um rund zehn Prozent ab. Zwei Stunden nach seinem ersten Tweet schickte Musk zwar noch hinterher, dass er sich weiterhin zur Übernahme verpflichtet sehe, doch diese Aussage konnte die Verluste bisher nicht wieder ausgleichen. Ob Musk den Kaufpreis nachträglich drücken möchte, andere Methoden zur Refinanzierung ausprobiert oder nur einen seiner häufigen Austicker hatte, muss die Zukunft zeigen.

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