RTX - Beeindruckend real

Arbeitsspeicher wird immer billiger

Meldung von doelf, Montag der 02.12.2019, 20:54:04 Uhr

DDR4-Chips werden am Spot-Markt in Taiwan immer billiger und liegen inzwischen wieder klar unter den Kursen von Anfang Juli 2019. Damals folgte ein sprunghafter Anstieg aufgrund politischer Spannungen zwischen Japan und Südkorea, der glücklicherweise nur kurzlebig war. Einzig die DDR3-Chips haben den Aufschlag noch nicht ganz abgebaut und liegen noch leicht über dem diesjährigen Tiefstand.

DRAM-Kurse

Für den Speichertyp DDR4-2133/2400 8Gb 1Gx8 musste man heute im Schnitt 2,747 US-Dollar (-4,62%) auf den Tisch legen, womit der Kurs von Juli (3,066 US-Dollar) klar unterboten wird. Zugleich schwächst sich der aktuelle Preisverfall weiter ab (November: -6,89%; Oktober: -7,03%; September: -8,42%). Ziehen wir den Vorjahreskurs heran, sind die 8Gb-Chips allerdings um beachtliche 58,73 Prozent billiger geworden. Mehr Speicher pro US-Dollar bekommt man nicht.

Die halbe Speicherkapazität, also DDR4-2133/2400 4Gb 512Mx8, kostet momentan 1,645 US-Dollar und notiert damit um 4,91 Prozent unter dem Kurs von Anfang November. Auf November war der Preis dieser Chips um 7,83 Prozent gefallen, für Oktober und September hatten wir -7,83 bzw. -1,05 Prozent notiert. Inzwischen liegen auch die 4Gb-Chips wieder unter der Vorgabe von Anfang Juli (1,731 US-Dollar) und haben sich binnen Jahresfrist um 46,88 Prozent verbilligt.

Für die gleiche Größe, aber in Form von DDR3-1600/1866 4Gb 512Mx8, wurden zuletzt 1,502 US-Dollar gezahlt. Mit -3,47 Prozent hat der Kurs dieser Chips weniger stark nachgegeben und auch in den Monaten davor waren es nur -1,95 bzw. -1,61 Prozent gewesen. Da die DDR3-Produktion zurückgefahren wird, nehmen die Überkapazitäten nach und nach ab, was den Kurs stabilisiert. Ein Blick auf Dezember 2018 offenbart allerdings einen Preisrückgang um 44,68 Prozent.

Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,1025 US-Dollar wert und notierte damit um 1,26 Prozent schwächer als Anfang November. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro 2,27 Prozent eingebüßt. Für die kommenden Wochen erwarten wir einen weiteren Preisverfall, der bei den DDR4-Chips abermals stärker ausfallen dürfte als bei ihren DDR3-Pendants.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

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