Intel 300 Series

AMD: Umsatz steigt dank Radeon und Ryzen um 40 Prozent

reported by doelf, Donnerstag der 26.04.2018, 10:35:00 Uhr

AMD hat einen glanzvollen Start ins Geschäftsjahr 2018 hingelegt: Dank einer regen Nachfrage für Prozessoren und Grafiklösungen sind die Umsätze des Herstellers im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 39,81 Prozent gestiegen. Die wichtige Sparte "Computing and Graphics" konnte ihren Umsatz sogar fast verdoppeln.

AMDs PC-Sparte "Computing and Graphics" hatte im ersten Quartal 2017 nur einen Umsatz von 573 Millionen US-Dollar erzielt und dabei ein Minus von 21 Millionen US-Dollar geschrieben. In den ersten drei Monaten des Jahres 2018 sah das ganz anders aus: Der Umsatz schoss auf 1,115 Milliarden US-Dollar und operativ konnte AMD mit seinen Radeon- und Ryzen-Produkten 138 Millionen US-Dollar einfahren. Ein anderes Bild zeichnet der Geschäftsbereich "Enterprise, Embedded and Semi-Custom", in den neben Server-Produkten auch industrielle Lösungen sowie Chips für Spielkonsolen fallen. Hier ist der Umsatz um 12,07 Prozent auf 532 Millionen US-Dollar gesunken und statt 55 Millionen US-Dollar hat AMD nur noch 14 Millionen US-Dollar, also ein Viertel der Vorjahressumme, verdient.

Der Gesamtumsatz lag im ersten Quartal 2018 bei 1,647 Milliarden US-Dollar (+39,81%). Operativ konnte AMD seinen Gewinn fast um den Faktor 11 auf 120 Millionen US-Dollar (Q1/2017: 11 Millionen US-Dollar) steigern und Netto gab es diesmal 81 Millionen US-Dollar Gewinn, nachdem das Unternehmen im Vorjahr noch einen Verlust in Höhe von 33 Millionen US-Dollar ausgewiesen hatte. Der Gewinn je Aktie ist um 0,12 US-Dollar auf 0,08 US-Dollar gestiegen, im ersten Quartal 2017 hatte es also noch einen Verlust von 0,02 US-Dollar je Anteil gegeben. Anzumerken ist dabei, dass AMD seine Buchhaltung auf den neuen Standard ASC 606 umgestellt hat. Zum Zwecke der Vergleichbarkeit wurden die Zahlen der vorausgegangenen Vierteljahre entsprechend angepasst.

Die Anleger zeigten sich hoch zufrieden und ließen AMDs Aktie nachbörslich um 9,47 Prozent auf 10,63 US-Dollar klettern. Das ist recht ordentlich für ein Unternehmen, welches die selbsternannten Finanzexperten von Viceroy Research noch im März 2018 für bankrott erklärt hatten. AMDs Chefin Dr. Lisa Su darf sich jedenfalls auf die Schulter klopfen lassen: Alles richtig gemacht! Jetzt heißt es: Weiter am Ball bleiben.