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Mobilfunk in den Katastrophengebieten

Meldung von doelf, Montag der 19.07.2021, 13:10:38 Uhr

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Die von Hochwasser und Sturzfluten betroffenen Regionen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sind noch viele Monate oder Jahre von der Rückkehr zur Normalität entfernt. Auch bis die Versorgung mit Strom und Frischwasser sichergestellt ist, werden noch einige Tage vergehen. Zumindest die Löcher im Mobilfunknetz werden so langsam gestopft, was die Kommunikation in und mit den Katastrophengebieten erleichtert.

Die drei Mobilnetzbetreiber stehen alle vor den gleichen Herausforderungen: Mehrere Mobilfunkantennen sind beschädigt und einige komplett zerstört. Die meisten Ausfälle liegen jedoch schlicht und einfach daran, dass kein Strom verfügbar ist. In einigen Orten und Städten (z.B. Eschweiler, Euskirchen, Wassenberg) wurde der Strom aufgrund der Überschwemmungen mehr oder weniger kontrolliert abgeschaltet und wird inzwischen - nach einer Prüfung der Anschlüsse - nach und nach wieder aufgelegt. An anderen Orten, wo Straßen samt Leistungsnetz fortgespült wurden (z.B. Teile von Stolberg, Gemünd, das mittlere und untere Ahrtal), muss eine Notversorgung eingerichtet werden. Die komplette Wiederherstellung der Leitungsnetze wird dort zumindest einige Monate dauern. Dort, wo noch kein Strom vorhanden ist, versuchen sich die Anbieter mit mobilen Sendestationen sowie einer Anhebung der Sendeleistung benachbarter Mobilfunkstationen zu behelfen. Ein Anbieter-übergreifendes Inlands-Roaming, wie es in anderen Ländern praktiziert wird, ist leider nicht geplant.

Alle drei Mobilnetzbetreiber haben Informationen zur aktuellen Lage bereitgestellt:

  • Wie O2 heute berichtet, wurde inzwischen an mehr als zwei Drittel der Standorte, die von einem Stromausfall betroffen waren, das Mobilfunknetz wieder instandgesetzt. Konkret genannt werden Alfter, Bad Münstereifel, Engelskirchen, Heimbach, Heinsberg, Kürten, Leverkusen und Sprockhövel in Nordrhein-Westfalen sowie Bad Breisig, Bad Neuenahr-Ahrweiler, Erpel, Linz am Rhein und Sinzig in Rheinland-Pfalz. Einige Mobilfunkmasten werden derzeit noch über Notstromaggregate versorgt und in besonders stark betroffenen Orten kommen mobile Basisstationen zum Einsatz. Die Kapazität der Mobilfunkversorgung ist jedoch noch eingeschränkt und auch Datendienste sind nicht überall verfügbar.

  • Die Telekom hatte sich gestern zu Wort gemeldet und beklagt große Schäden an den Kupfer- und Glasfaserkabeln sowie Wasserschäden, Stromabschaltungen und Schäden im Bereich der Mobilfunkversorgung. In der Südeifel hatte es zudem die Vermittlungsstelle in Gerolstein getroffen. Man arbeite mit den regionalen Energieversorgern an der Stromversorgung der Antennenanlagen, doch einige Standorte sind derzeit noch nicht erreichbar und an anderen muss zunächst die Statik der Sendeanlagen überprüft werden. Auch die Telekom behilft sich mit Notstromversorgungen sowie mit mobilen Basisstationen, um einen Notbetrieb sicherstellen zu können. Gestern war rund die Hälfte der ausgefallenen Mobilfunksender wieder zurück am Netz, doch es kommt immer wieder zu kurzfristigen Problemen aufgrund von Stromausfällen und Kurzschlüssen. Kunden, deren Telefone und Router vom Wasser zerstört wurden, sollen sich an die lokalen Telekom-Shops wenden - sofern diese noch existieren.

  • Bei Vodafone stolperten wir zunächst über Links, die ins Leere führen, doch inzwischen wurde die Seite Hochwasser: So sorgt Vodafone wieder für Mobilfunk/ bereitgestellt. Dort heißt es, 80 Prozent der Mobilfunk-Standorte sind wieder am Netz und es würden 90 Prozent aller Betroffenen im Krisengebiet wieder mit Empfang versorgt. In Bereichen mit zerstörten Mobilfunkmasten wurden Mini-Mobilfunknetze via Satellit eingerichtet sowie rund 200 der umliegenden Stationen neu justiert, um deren Reichweite zu erhöhen. Da auch die Kabelnetze von Vodafone in einigen Orten zerstört und auf absehbare Zeit nicht mehr zu nutzen sind, bekommen die Bewohner der betroffenen Regionen als Soforthilfe 100 Gigabyte Datenvolumen auf ihre Handys.

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