Neue Grafiktreiber und Sicherheits-Updates von NVIDIA

Meldung von doelf, Freitag der 10.07.2020, 14:05:29 Uhr

NVIDIA hat seinen Grafiktreiber auf die WHQL-zertifizierte Version 451.67 aktualisiert. Doch diesem GeForce Game Ready Driver fehlt eine Sicherheitskorrektur in der Komponente GeForce Experience, welche man daher zusätzlich auf die Version 3.20.4.14 aktualisieren sollte. Konkret geht es um eine ausgelassene Integritätsprüfung für Applikationsressourcen (CVE-2020-5964), über die Angreifer im schlimmsten Fall Schadcode ausführen können.

Mögliche Angriffe auf GeForce Experience
Zu den weiteren Auswirkungen der Sicherheitslücke CVE-2020-5964 zählen Datenlecks und DoS-Angriffe (Denial of Service). Trotz der Tragweite des Fehlers hat NVIDIA lediglich einen Schweregrad von 6,5 vergeben - offenbar lässt sich das Problem nicht so leicht und auch nicht auf allen Konfigurationen ausnutzen. Der Hersteller empfiehlt, einen Sicherheitsexperten zu Rate zu ziehen. Da sich GeForce Experience nicht an Server-Betreiber sondern an Spieler richtet und bereits ein Update vorliegt, halten wir diesen Ratschlag für ziemlich unsinnig und empfehlen, schlicht und einfach die neue Version zu installieren. Laut NVIDIA wurde das Problem in der Version 3.20.4 beseitigt, aktuell liegt GeForce Experience 3.20.4.14 zum Download bereit. Es empfiehlt sich, zunächst den neuen Grafiktreiber und erst im Anschluss GeForce Experience einzuspielen.

Der neue Grafiktreiber
Das Update auf den ebenfalls neuen GeForce Game Ready Driver 451.67 WHQL reicht indes nicht aus, da dieser noch die angreifbare Version 3.20.3.63 von GeForce Experience enthält. Der neue Grafiktreiber bringt Optimierungen und Korrekturen für das Spiel Death Stranding sowie Verbesserungen für Horizon Zero Dawn: Complete Edition und F1 2020. Dazu kommen einige Korrekturen: So lässt sich die Bildwiederholrate von 144-Hz-fähigen Bildschirmen, die über HDMI mit der Grafikkarte verbunden sind, wieder auf Werte über 120 Hz einstellen. Detroit: Become Human soll stabiler laufen und die Kombination aus SLI, G-SYNC und Kepler-GPUs nicht mehr zu Treiberhängern (TDR) führen. Auch Abstürze der mobilen GeForce GTX 1050 Ti konnten die Entwickler beseitigen und Änderungen an der Lumetri-Farbeinstellung von Adobe Premiere führt nicht mehr zu verrauschten Videos. Auf Notebooks, bei denen als Display-Modus Automatisch oder Optimus gewählt ist, läuft The Witcher 3: Wild Hunt nicht mehr minimiert statt im Vollbild und auch der schwarze Bildschirm, den einige Laptops mit LVDS-Display beim Neustart nach der Treiberinstallation zeigten, wurde repariert.

Noch keine Lösung gibt es für Treiberabstürze in Zusammenhang mit der DirectX-12-Variante von Mechwarrior 5. Wenn die DirectX-12-Ausgabe von Shadow of the Tomb Raider abstürzt, soll die Deaktivierung des Hardware Accelerated GPU Scheduling helfen. Die Farbfehler in Call of Duty: Modern Warfare und der DirectX-12-Version von Horizon Zero Dawn Complete bekommt man durch den Verzicht auf Image Sharpening in den Griff. Die Abstürze von Assassin's Creed III, Assassin's Creed Odyssey, Assassin's Creed Origins, Assassin's Creed Syndicate und Planetside 2 konnte NVIDIA indes noch nicht klären. Bei Call of Duty - Warzone ist Freestyle ohne Funktion und bei Zombie Army: Dead War 4 lassen sich die Tabs Ansel und Freestyle erst gar nicht auswählen. In den Einstellungen von Sunset Overdrive sollte man Depth of Field meiden, da es ansonsten zu grünen Grafikfehlern kommt, und bei Forza Motorsport 7 zeigen sich auf den Curbs einiger Rennstrecken schwarze Streifen. Wenn es bei Tom Clancy's Rainbow Six Siege flackert, muss man entweder auf G-SYNC oder Vulkan verzichten.

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