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Durchsuchungen: Apple sichert iPhones ab

reported by doelf, Freitag der 15.06.2018, 17:07:18 Uhr

Obwohl Apple seine iPhones sehr gut abgesichert hat, können Digital-Forensiker deren Verschlüsselung überwinden und bieten ihre Dienste staatlichen Stellen und Ermittlungsbehörden an. Für das kommende iOS 12 plant Apple Maßnahmen gegen solche Zugriffe, doch die kommerziellen Hacker wollen diese bereits umgehen können.

Geschäftsmodell iPhone knacken
Seit dem Jahr 2016 nutzen US-Ermittlungsbehörden die Dienste der israelischen Firma Cellebrite, um iPhones zu entsperren und die darauf gespeicherten Daten auszulesen. Dies kostet pro Telefon mehrere tausend US-Dollar. Wer regelmäßig iPhones knackt, steht sich daher mit dem GrayKey der US-Firma Grayshift besser, denn dieses Gerät bekommt man seit März 2018 für 15.000 US-Dollar, ohne das zusätzliche Gebühren je Telefon anfallen. Grayshift wurde offenbar im Jahr 2016 von einem ehemaligen Apple-Ingenieur gegründet. Die Webseite von Grayshift gibt kaum Informationen preis. Es heißt lediglich, GrayKey sei nicht für jedermann. Für weitere Details muss man das Unternehmen unter Angabe der Organisation, für die man tätig ist, kontaktieren.

Apples Gegenmaßnahme in iOS 12
Cellebrite und Grayshift ist gemein, dass diese Firmen ihre Angriffe über den Lade- und Datenanschluss des iPhones durchführen, daher will Apple diesen im kommenden iOS 12 besser absichern. Geplant ist eine automatische Deaktivierung der Datenfunktion, welche eine Stunde nach dem Sperren des iPhone in Kraft tritt. Die Ladefunktion soll hiervon nicht betroffen sein. Sobald Apple sein Update veröffentlicht hat, bleibt den Ermittlern kaum noch Zeit, um ein iPhone über den Datenanschluss anzugreifen. Tatsächlich wird die Zeit in den meisten Fällen nicht einmal ausreichen, um den richterlichen Beschluss zu besorgen, der für einen solchen Zugriff benötigt wird. Apple hatte das Abschalten der Datenfunktion bereits mit iOS 11.3 getestet und die neue Sicherheitsfunktion in der ersten Beta-Version von iOS 12 standardmäßig scharf geschaltet.

Grayshift verspricht Workaround
Grayshift gibt sich indes unbeeindruckt und verkündet, dass man den neuen Sicherheitsmechanismus bereits geknackt habe. Gegenüber seinen Kunden erklärte das Unternehmen, einen Workaround für die automatische Sperre des Datenanschlusses gefunden zu haben. Dieser funktioniere mit der aktuellen Beta-Version und soll pünktlich zur Veröffentlichung von iOS 12 erhältlich sein. Man darf gespannt sein, ob Grayshift dieses Versprechen tatsächlich einhalten wird, denn der GrayKey nutzt einen Brute-Force-Angriff und diese sind bekanntlich sehr zeitaufwändig.

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