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notebooksbilliger.de kämpft mit Warenwirtschaftssystem

Meldung von doelf, Montag der 11.11.2019, 17:39:36 Uhr

Ein Warenwirtschaftssystem zu wechseln ist schlimmer als der Umstieg von Apple zu Android: Vom eigentlichen Online-Shop über die Datenbanken für Produkte, Kunden und Lieferanten, die Protokollierung von Warenein- und -ausgängen, Verfügbarkeiten und Lieferzeiten bis zur Anbindung von Zahlungs- und Finanzierungsdiensten muss alles reibungslos ineinandergreifen. Wurden störende Sandkörner in diesem komplexen Getriebe übersehen, entsteht ein Chaos wie derzeit bei notebooksbilliger.de.

Zum Monatswechsel hatte notebooksbilliger.de ein neues Warenwirtschaftssystem in Betrieb genommen und sich damit "trotz reichlich Vorbereitung und Planung" massive Probleme eingehandelt. So wurden die automatisierten E-Mails mit Bestell- und Versandbestätigungen entweder gar nicht oder erst sehr spät verschickt, was die Kunden massiv irritierte. Viele versuchten den Kundendienst zu erreichen, der dem Ansturm aus E-Mails und Telefonaten jedoch nicht gewachsen war. Zahlreiche E-Mails blieben unbeantwortet und aufgrund der Hotline-Überlastung flogen Kunden nach einer Ansage ohne Warteschleife aus der Leitung.

Auch bei der Auslieferung von Waren kam es zu Verzögerungen, was weitere Kunden dazu animierte, den Service zu kontaktieren. Dabei rächte sich, dass notebooksbilliger.de zunächst nicht über die Probleme informiert und weiterhin kurzfristige Liefertermine in Aussicht gestellt hatte. Doch damit nicht genug: Das neue Warenwirtschaftssystem hatte bereits ausverkaufte Produkte in den Status "auf Lager" versetzt und damit Bestellungen provoziert, die gar nicht erfüllt werden konnten. Die hiervon betroffenen Kunden mussten herausgesucht und gesondert kontaktiert werden, um das Missverständnis zu klären.

Erst sieben Tage nach der fehlerbehafteten Inbetriebnahme des neuen Warenwirtschaftssystems wandte sich notebooksbilliger.de in einer Stellungnahme an seine Kunden, da die Gerüchteküche zu diesem Zeitpunkt nicht nur brodelte, sondern bereits kräftig am Überkochen war. Der Versandhändler bittet nun um Geduld und verspricht, alle ausführbaren Bestellungen so schnell wie möglich abzuarbeiten. Trotz aller Probleme habe man in der ersten Woche mit dem neuen System immerhin fast 20.000 Pakete verschicken können.

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