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Auch Flash-Speicher wird wieder billiger

Meldung von doelf, Dienstag der 02.06.2020, 15:20:19 Uhr

Der COVID-19-Ausbruch hat den Preisanstieg für Arbeitsspeicher am Spot-Markt in Taiwan gestoppt, doch bei Flash-Chips war die Kursentwicklung bis Anfang Mai 2020 uneinheitlich. In den vergangenen vier Wochen sind die Kurse jedoch um 1,14 bis 14,43 Prozent gefallen und versprechen sommerliche Schnäppchen beim Kauf von SSDs, Speicherkarten und USB-Sticks.

Flash-Kurse

Für NAND-Chips des Typs 64Gb 8Gx8 MLC musste man heute durchschnittlich 2,349 US-Dollar auf den Tisch legen. Dies entspricht einem Abschlag von stolzen 14,43 Prozent, nachdem diese Chips Anfang Mai 2020 noch einmal um 6,31 Prozent zugelegt hatten. Zwischen Dezember 2019 und März 2020 war der Kurs immer schneller angestiegen (+1,91%; +2,17%; +4,20%; +5,71%), nur Anfang April konnten wir einen Rückgang um 2,42 Prozent vermelden. Der aktuelle Preis liegt um 1,14 Prozent unter dem des Vorjahres.

Die halbe Größe, also 32Gb 4Gx8 MLC, erzielte zuletzt einen Kurs von 2,205 US-Dollar. Obwohl auch dieser Kurs binnen Monatsfrist um 7,16 Prozent gefallen ist, bleiben die Chips preislich unattraktiv. Die Kursentwicklung der Monate Februar bis April 2020 (+2,74%; -0,39%; +0,39%; +2,59%) zeigte sich bewegungsarm und auch der Rückblick auf Juni 2019 liefert uns nur einen moderaten Anstieg um 4,35 Prozent.

Wer statt MLC die Variante 3D-TLC (Triple-Level Cell, 3 Bit pro Zelle) kauft, bekommt 256 Gb für 3,287 US-Dollar. Dieser Kurs fällt seit April 2020 in kleinen Schritten (-0,38%; -2,72%; -1,14%), nachdem wir zum Jahresanfang happige Aufschläge von 11,39, 6,85 und 5,21 Prozent notieren mussten. Diese Verteuerungsphase wirkt noch nach, weshalb wir beim Vergleich mit Juni 2019 ein Plus von 10,52 Prozent sehen.

Wechselkurs und Ausblick
Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Flash-Speicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,1132 US-Dollar wert und notierte damit um 0,61 Prozent stärker als Anfang April 2020. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro 0,33 Prozent eingebüßt. Da die Corona-Krise anhält, die Lager voll sind und nun die sommerlichen Flautemonate für Hardware-Anschaffungen kommen, erwarten wir weiterhin fallende Kurse.

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