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Windows 10: Zwei Feature-Updates pro Jahr - Cloud-Version startbereit?

reported by doelf, Dienstag der 25.04.2017, 15:13:00 Uhr

Wie Bernardo Caldas vom Windows-Marketing mitteilt, sind inzwischen 400 Millionen Geräte mit Windows 10 monatlich aktiv. Und damit das auch so bleibt bzw. die Quote weiter steigt, wird Microsoft zukünftig zwei Feature-Updates pro Jahr veröffentlichen. Parallel dazu sollen Office 365 ProPlus und der System Center Configuration Manager aktualisiert werden.

Die Feature-Updates erscheinen im September und im März, das nächste Update ist für September 2017 geplant. Dazu gibt es, wie gewohnt, jeden Monat frische Sicherheitsflicken. Microsoft wird jedes der Feature-Updates, bei denen es sich eigentlich um neue Unterversionen von Windows 10 handelt, für einen Zeitraum von 18 Monaten pflegen. Zugleich muss man binnen 18 Monaten auf ein neueres Feature-Update wechseln, da man ansonsten keine weitere Updates mehr erhalten wird. Für Office 365 ProPlus gelten diese Support-Zeiträume bereits, neu ist aber die terminliche Abstimmung der beiden Produkte. Auch der System Center Configuration Manager wird auf dieses neue Update-Modell angepasst.

Von einer weiteren Neuerung berichtet Windows Central. Die Kollegen erwarten für den 2. Mai 2017 die Ankündigung einer Education-Version, welche Microsoft gegen Googles Chromebooks positionieren wird. Insbesondere in den USA greifen immer mehr Bildungseinrichtungen zu den preiswerten Computern von Google, statt teure Windows-Rechner anzuschaffen. In diesem Segment soll ChromeOS bereits einen Marktanteil von 49 Prozent (laut IDC) bzw. 58 Prozent (laut Futuresource) halten. Während sich ChromeOS seit 2014 um zwanzig Punkte verbessern konnte, ist Apples iOS um zwölf Punkte auf 14 Prozent abgerutscht und für Windows ging es von 25 auf 22 Prozent.

Die spezielle Education-Version soll die Trendwende bringen. Diese Ausgabe von Windows 10 wird von einer Cloud-Anbindung abhängig sein und soll sich leicht warten und verwalten lassen. Insbesondere durch Schadprogramme verursachte Wartungskosten und Ausfallzeiten sollen damit der Vergangenheit angehören. Als mögliche Produktnamen bringen die Kollegen "Windows 10 Cloud OS" und "Windows 10 S" ins Spiel, was bereits andeutet, dass auch ein Einsatz jenseits des Bildungssektors geplant sein dürfte. Das alles klingt nach einem weiteren Schritt in Richtung "Windows as a Service" mit monatlichen Festkosten, wobei Microsoft die Preise anhand der unterschiedlichen Einsatzgebiete staffeln könnte.

Parallel zum Cloud-Windows soll auch ein neues Surface-Modell auf den Markt kommen. Da es auch hier um den Bildungsbereich geht, dürfte es sich um ein preiswertes Laptop oder Tablet mit vorinstalliertem "Windows 10 S" handeln. Für andere Hardware-Hersteller gelten offenbar die folgenden Vorgaben für "CloudBooks":

  • CPU: 4 Kerne (Intel Celeron oder besser)
  • Arbeitsspeicher: 4 GiB
  • Festspeicher (eMMC oder SSD): 32 GB für 32 Bit bzw. 64 GB für 64 Bit
  • Akku: 40 WHr oder besser
  • Optional: Stifteingabe oder Touch-Bedienung

Diese Vorgaben deuten auf eine x86-Architektur hin. Ob auch ARM bei "Windows 10 S" eine Rolle spielen wird, ist derzeit noch unklar.

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