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AMD bestätigt Linux-Problem mit Ryzen

reported by doelf, Donnerstag der 10.08.2017, 11:07:54 Uhr

AMD hat eine Schutzverletzung (Segmentation Fault), welche mit den Ryzen-CPUs für den Sockel AM4 im Zusammenspiel mit Linux und BSD auftreten kann, bestätigt und arbeitet nun an einer Lösung. Zuverlässig lässt sich der Fehler nur mit speziellen Testwerkzeugen wie ryzen-test/kill-ryzen reproduzieren. Im Normalbetrieb tritt das Problem zuweilen beim Kompilieren auf.

Bereits Ende März 2017 hatte Matthew Dillon, einer der Entwickler von DragonFly-BSD, eine Schutzverletzung bei Verwendung von AMD Ryzen-CPUs entdeckt und einen Workaround veröffentlicht. In der Folge wurde das Problem, welches ausschließlich unter Linux und BSD auftritt, in Entwicklerkreisen hitzig diskutiert. AMD hielt sich derweil bedeckt, denn die Ursache des schwerwiegenden Fehlers blieb lange Zeit unklar. Nun steht fest: Das Problem tritt in der Praxis nur auf, wenn der Prozessor durch paralleles Kompilieren sehr stark belastet wird. Doch selbst dann scheinen weitere Faktoren wie die Speicherzuweisung, die Temperatur und die Systemkonfiguration eine Rolle zu spielen, während das verwendete Motherboard offenbar keine Bedeutung hat.

Betroffen ist ausschließlich der Ryzen für den Sockel AM4. Weder die Server- und Workstation-CPUs der Epyc-Familie noch die kommenden ThreadRipper-Prozessoren weisen dieses Problem auf. Auch unter Windows lässt sich der Fehler nicht nachstellen, nur unixoide Betriebssysteme können das auslösende Lastszenario erzeugen. AMD hat betroffene Linux-Entwickler dazu aufgerufen, sich zu melden und ihre Erfahrungen zu dokumentieren. Der CPU-Hersteller gibt sich optimistisch, diese Schutzverletzung in den Griff zu bekommen. Wie man diversen Beiträgen entnehmen kann, scheint oftmals eine bessere Kühlung zu helfen. Auch der Einbau eines stärkeren Netzteils wird zuweilen als Lösung propagiert.

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