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52,4 Milliarden US-Dollar: Mickey Mouse kauft die Simpsons

reported by doelf, Donnerstag der 14.12.2017, 19:05:57 Uhr

Für 52,4 Milliarden US-Dollar übernimmt "The Walt Disney Company" große Teile von "21st Century Fox", darunter die Film- (Twentieth Century Fox, Fox Searchlight Pictures und Fox 2000) und Fernsehstudios (Twentieth Century Fox Television, FX Productions und Fox21), das Kabelfernsehen sowie das internationale TV-Geschäft inklusive der Fox-Anteile an den Pay-TV-Anbietern Sky (Europa) und Star (Indien) sowie am Video-on-Demand-Anbieter Hulu.

Im Vorfeld der Übernahme wird 21st Century Fox sein Geschäftsfeld "Fox Broadcasting" in ein neues Unternehmen auslagern, welches die TV-Sender Fox News Channel, Fox Business Network, FS1, FS2 und Big Ten Network umfassen soll. Die Anteile an "Fox Broadcasting" werden dabei auf die Aktionäre von 21st Century Fox verteilt. Im Anschluss erhalten diese zudem 0,2745 Disney-Aktien für jeden 21st-Century-Fox-Anteil. Um diesen Wechselkurs zu ermitteln, wurde Disneys durchschnittlicher Aktienkurs über einen Zeitraum von 30 Tagen gemittelt.

Im Rahmen der Akquisition wird Disney zudem Nettoschulden in Höhe von 13,7 Milliarden US-Dollar von 21st Century Fox übernehmen. 21st Century Fox hält derzeit 39 Prozent des europäischen Pay-TV-Anbieters Sky und will diesen vollständig übernehmen. Dieser Vorgang soll bis zum 30. Juni 2018 abgeschlossen sein, so dass auch Sky komplett zu Disney gehören wird. Da sich hier sehr viel Medienmacht zusammenballt, sind Auflagen der zuständigen Behörden denkbar bzw. sogar wahrscheinlich.

Mit der Übernahme landen bekannte Marken wie X-Men, Fantastic Four, Deadpool, Avatar, The Simpsons, FX Networks und National Geographic bei Disney. Disney selbst hat nicht nur seine eigenen Figuren wie Mickey Mouse und Donald Duck vorzuweisen, sondern auch eigene Film- und Fernsehstudios zu bieten. Dazu gesellen sich die Animationsspezialisten von Pixar sowie Marvel und Lucasfilm (Star Wars). Auf dem TV- und Streaming-Markt ist der Branchenprimus mit den Medienunternehmen Disney, ABC Television Group und ESPN vertreten.

Erst im August hatte sich Disney die Mehrheit am Streaming-Spezialisten BAMTech gesichert und angekündigt, die eigenen Inhalte zukünftig selbst vermarkten zu wollen. Mitbewerber wie Netflix werden dann auf Publikumslieblinge wie Star Wars, die Helden des Marvel-Universums sowie auf erfolgreiche Animationstitel wie Toy Story, Findet Nemo und Cars verzichten müssen.

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