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NVIDIA legt für ARM 40 Milliarden US-Dollar auf den Tisch

Meldung von doelf, Montag der 14.09.2020, 17:27:35 Uhr

Der Grafik- und KI-Spezialist NVIDIA will den britischen CPU-Entwickler ARM kaufen und ist sich mit dem aktuellen Eigentümer, dem japanischen Telekommunikationskonzern Softbank, bereits handelseinig. ARM-Architekturen dominieren den Markt der Smartphones, Tablets und Smart-TVs, kommen in Mini-Computern wie dem Raspberry Pi zum Einsatz und finden auch verstärkt in Notebooks und Servern Verwendung.

Die Vision einer KI-kontrollierten Welt
NVIDIA sieht in dieser Übernahme die Chance, zur beherrschenden Computerfirma der KI-Epoche zu werden. NVIDIAs CEO und Gründer Jensen Huang formuliert hierzu seine Vision eines KI-gesteuerten Internet-der-Dinge (IoT), dessen Teilnehmerzahl im Vergleich zum jetzigen Internet der Menschen tausendfach höher sein wird. Von der Cloud über Smartphones, PCs, selbstfahrende Fahrzeuge und Roboter bis zum Edge-Computing (Edge IoT) soll sich NVIDIAs AI-Computing in jede noch so entlegene Ecke des Globus erstrecken. Wer gerade an Skynet denkt, hebe kurz die Hand - also doch so viele. Gut! Der Rest sollte jetzt eine Suchmaschine seiner Wahl anwerfen, um eine eklatante Wissenslücke zu schließen.

ARM bleibt britisch...
ARMs Firmenzentrale soll in der britischen Universitätsstadt Cambridge verbleiben und um ein Forschungszentrum für künstliche Intelligenz erweitert werden. Huang verspricht eine Einrichtung auf Weltklasse-Niveau, welche an den Schwerpunkten Gesundheitswesen, Biowissenschaften, Robotik und selbstfahrende Autos forschen soll. Um Wissenschaftler aus aller Welt nach Cambridge zu locken, wird NVIDIA dort zudem einen Supercomputer auf ARM-Basis installieren. Softbank, die ARM erst im Jahr 2016 für 23,4 Milliarden britische Pfund gekauft hatten, wollen ihr Geld nun in NVIDIA investieren. Die zukünftige Beteiligung der Japaner wird voraussichtlich unter zehn Prozent liegen.

...und für alle Kunden offen
Auch unter NVIDIA soll ARM sein offenes Lizenzmodell mit globaler Kundenneutralität behalten. Allerdings stünde ARM nach der Übernahme noch stärker als bisher unter US-Einfluss, was man nicht nur in China mit Bedenken sehen dürfte. Schon jetzt stellt die USA die Gültigkeit von Huaweis ARM-Lizenz in Frage und auch AMD und Intel sind vom Handelsbann gegen den chinesischen Telekommunikationskonzern betroffen. Die übrigen beteiligten Aufsichtsbehörden sitzen in den USA, Großbritannien und Japan und werden wohl weniger Probleme mit der Konzentration der beiden wichtigsten CPU-Architekturen in US-Hand haben. Auch weil die Patente von ARM in Großbritannien verbleiben sollen.

Die Zahlen
NVIDIA wird 12 der 40 Milliarden US-Dollar in bar bezahlen, dazu kommen eigene Aktien im Wert von 21,5 Milliarden US-Dollar. Zwei der zwölf Milliarden US-Dollar werden bei Vertragsunterschrift fällig. Weitere 5 Milliarden US-Dollar in bar oder Aktien hängen davon ab, ob ARM bestimmte finanzielle Leistungsziele erfüllen kann. Darüber hinaus wird NVIDIA 1,5 Milliarden US-Dollar Eigenkapital an ARM-Mitarbeiter ausschütten. Vorbehaltlich einer zügigen Zustimmung der Aufsichtsbehörden will NVIDIA diese Übernahme binnen 18 Monaten abschließen.

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