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Flash-Speicher: TLC-Chips zum Jahreswechsel 11,4 Prozent teurer

Meldung von doelf, Samstag der 04.01.2020, 20:05:53 Uhr

Am Spot-Markt in Taiwan sind nicht nur die Kurse für Arbeitsspeicher deutlich angezogen, sondern auch die Preise für TLC-Chips, die beispielsweise in SSDs, Speicherkarten und USB-Sticks verbaut werden. Marktbeobachter hatten im Dezember Engpässe für das Jahr 2020 prognostiziert und damit anscheinend die Nachfrage angekurbelt.

Flash-Kurse

Für NAND-Chips des Typs 64Gb 8Gx8 MLC musste man am Freitag durchschnittlich 2,402 US-Dollar auf den Tisch legen. Dies bedeutet einen Anstieg um 2,17 Prozent. Bereits Anfang Dezember 2019 hatten wir einen Anstieg um 1,91 Prozent notiert, in den beiden Monaten davor war der Kurs noch um 1,37 und 3,71 Prozent gefallen. Der Blick zurück auf Januar 2019 weist derweil einen Wertverlust von 11,07 Prozent auf.

Die halbe Größe, also 32Gb 4Gx8 MLC, erzielte zuletzt einen Kurs von 2,262 US-Dollar (+0,22%) und auch im Vormonat (-0,04%) gab es praktisch keine Bewegung im Kurs dieser Chips. Anfang November hatten wir noch einen Anstieg um 3,34 Prozent verzeichnet und Anfang Oktober hatte es einen Einbruch um 9,71 Prozent gegeben. Zugleich liegt der heutige Preis um deutliche 16,18 Prozent über dem des Vorjahresmonats.

Wer statt MLC die Variante TLC (Triple-Level Cell, 3 Bit pro Zelle) kauft, bekommt 256 Gb für 3,052 US-Dollar. Über Monate hatte sich der Kurs dieser Chips sehr konstant entwickelt (Oktober: -1,06%; September: -0,92%; August: -0,30%; Juli: -0,71%; Juni: -0,03%; Mai: +2,06%; April: -0,34%), dann ging es im Oktober (-2,22%) und November (-2,91%) etwas bergab. Zum Jahresbeginn sehen wir nun einen happigen Aufschlag von 11,39 Prozent, der zugleich einen neuen Hochstand markiert. TLC-Chips sind bei Schreibzugriffen langsamer als MLC (2 Bit pro Zelle) oder SLC (1 Bit pro Zelle), da immer drei Bit gelöscht und dann neu geschrieben werden müssen. Wir beobachten die Preisentwicklung dieser Chips erst seit März 2019.

Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Flash-Speicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,1159 US-Dollar wert und notierte damit um 1,22 Prozent stärker als Anfang Dezember. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro 2,07 Prozent eingebüßt. Da in den meisten Produkten TLC-Chips zum Einsatz kommen, dürften die Preise erst einmal anziehen. Zudem erwarten einige Analysten für 2020 ein Ende des Überangebots, weshalb auf längere Sicht mit festeren Preisen zu rechnen ist. Wer Bedarf hat, sollte sich daher zeitnah mit SSDs, Speicherkarten und USB-Sticks eindecken.

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