Die Regeln haben sich geändert

Microsoft weitet Warnhinweise auf Windows 7 Pro aus

Meldung von doelf, Mittwoch der 16.10.2019, 13:05:26 Uhr

Seit gestern werden nicht nur die Nutzer der Home-Varianten von Windows 7 regelmäßig vor dem bevorstehenden Support-Ende gewarnt, sondern auch jene Kunden, die Windows 7 Pro verwenden. Nur wenn der PC Mitglied einer Domain mit zentraler IT-Verwaltung ist, unterbleiben die Hinweise.

Wer auf seinem Computer eine Home-Variante von Windows 7 verwendet, kennt Microsofts Warnungen schon seit dem Frühjahr:

"Nach mittlerweile 10 Jahren neigt sich der Support für Windows 7 dem Ende zu.
Am 14. Januar 2020 wird Microsoft zum letzten Mal Sicherheitsupdates und technischen Support für Computer unter Windows 7 bereitstellen. Wir wissen, dass Veränderungen mitunter schwierig sind, und wenden uns deshalb schon frühzeitig an Sie, um Sie bei der Sicherung Ihrer Dateien zu unterstützen und Sie auf die nächsten Schritte vorzubereiten."

In der Regel bedeutet dieser Schritt, ein Upgrade auf Windows 10 vorzunehmen. Sollte dies nicht möglich sein, steht der Kauf eines neuen PC an. Oder aber man löst sich aus der Abhängigkeit von Microsoft und wechselt auf Linux oder BSD. Allerdings stimmt es auch nicht so ganz, dass Microsoft am 14. Januar 2020 zum letzten Mal Sicherheitsupdates und technischen Support für Computer unter Windows 7 bereitstellen wird, denn Firmenkunden können eine kostenpflichtige Support-Verlängerung erwerben.

Diese "Extended Security Updates" (ESU) wird Microsoft ab dem 1. Dezember 2019 an alle interessierten Geschäftskunden verkaufen, bisher war dies nur für Geschäftskunden mit Volumenlizenz vorgesehen. Die ESU-Lizenz muss pro Rechner erworben werden und der (noch unbekannte) Preis soll von Jahr zu Jahr kräftig steigen. Nach dem dritten Jahr wird Microsoft dann endgültig den Stecker ziehen. Es gibt aber einen ganz großen Haken: Office 2010 wird keine weiteren Sicherheits-Updates erhalten - nicht einmal für Geld.

Windows 7 wurde am 22. Oktober 2009 veröffentlicht und Office 2010 folgte am 12. Mai 2010. In vielen Unternehmen laufen Windows 7 und Office 2010 seither im Duett, doch selbst wenn Windows 7 mit Hilfe von ESU-Lizenzen über weitere drei Jahre gerettet werden sollte, muss das Office-Problem spätestens zum 13. Oktober 2020 gelöst sein, denn an diesem Tag endet der Support für die noch immer weit verbreitete Büro-Software. Mögliche Auswege sind Office 2019, Office 365 oder das kostenlose und quelloffene LibreOffice.

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