Arbeitsspeicher: DDR4-8Gb-Chips erreichen neues Allzeittief

Meldung von doelf, Samstag der 11.07.2020, 12:04:37 Uhr

Nachdem uns 2019, abgesehen von einem kurzen Anstieg im Juli, stetig fallende DRAM-Preise gebracht hatte, startete das Jahr 2020 mit saftigen Aufschlägen von rund 30 Prozent im ersten Quartal. Doch der COVID-19-Ausbruch hat eine neue Talfahrt eingeleitet und dem Kurs der DDR4-8Gb-Chips ein neues Allzeittief beschert. Auch die 4Gb-Chips liegen nur noch knapp über ihren historischen Tiefständen.

DRAM-Kurse

Für den Speichertyp DDR4-2400 8Gb 1Gx8 musste man gestern im Schnitt 2,684 US-Dollar auf den Tisch legen, was einem Preisrutsch von 12,09 Prozent binnen Monatsfrist entspricht. Von Januar bis April 2020 hatte es bei diesen Chips einen sich abschwächenden Preisanstieg gegeben (+12,56%, +11,03%, +3,79%, +2,08%), doch im Mai (-8,72%) und Juni (-8,04%) war der Kurs bereits kräftig gefallen. Der jetzige Preis liegt sogar um 2,29 Prozent unter dem bisherigen Tiefstand von Anfang Dezember 2019 sowie um 12,46 Prozent unter der Vorgabe von Juli 2019.

Die halbe Speicherkapazität, also DDR4-2133/2400 4Gb 512Mx8, kostet momentan 1,791 US-Dollar und liegt damit um 5,34 Prozent unter dem Kurs von Anfang Juni 2020. Bei diesen Chips hatte der Preisverfall schon im April (-4,51%) eingesetzt und sich im Mai (-6,47%) und Juni (-4,44%) fortgesetzt. Diese Abschläge reichen allerdings noch nicht aus, um den bisherigen Tiefstand von Dezember 2019 zu unterbieten - aktuell liegt der Kurs um 8,88 Prozent darüber - und auch der Blick auf den Vorjahreswert zeigt noch ein kleines Plus von 3,47 Prozent.

Für die gleiche Größe, aber in Form von DDR3-1600/1866 4Gb 512Mx8, wurden zuletzt 1,490 US-Dollar gezahlt, was einem Preisrückgang um 5,10 Prozent entspricht. Nachdem dieser Kurs zwischen Januar und März 2020 immer stärker zugelegt hatte (+6,39%, +9,39%, +11,61%), war es Anfang April zu einem Einbruch um 9,28 Prozent gekommen. Im Mai (-5,93%) und Juni (-5,71%) hatte sich diese Trend leicht abgeschwächt fortgesetzt. Der Kurs liegt nun um 0,80 Prozent unter dem Stand von Dezember 2019, aber 3,91 Prozent über dem bisherigen Tiefstand von Juli 2019.

Wechselkurs und Ausblick
Bleibt noch die Frage nach dem Wechselkurs, denn Arbeitsspeicher wird in US-Dollar gehandelt: Gestern war ein Euro zum Handelsschluss 1,1301 US-Dollar wert und notierte damit um 0,07 Prozent stärker als Anfang Juni 2020. Zieht man den Vorjahreskurs zu Rate, hat der Euro um 0,43 Prozent zugelegt. Aufgrund der in vielen Teilen der Welt ungebremsten Corana-Pandemie schwächelt der Absatz und die DRAM-Lager sind voll. Die Preise dürfen in den traditionell schwachen Sommermonaten somit weiter fallen.

Bezüglich der genannten Preise bitten wir zu beachten, dass hier von einzelnen Chips und keinesfalls von bestückten Modulen die Rede ist. Da diese Chips zunächst verarbeitet und danach verschifft werden, vergehen normalerweise einige Wochen, bevor sich Preisänderungen auch hierzulande bemerkbar machen.

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