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Spielekönig: AMD stellt die Ryzen-5000-Prozessoren vor

Meldung von doelf, Freitag der 09.10.2020, 16:49:36 Uhr

Die Baureihe Ryzen 4000 überlässt AMD den APUs mit integriertem Grafikkern und schickt seine neuen Desktop-CPUs (ohne iGPU) als Ryzen 5000 ins Rennen. Auf den ersten Blick hat sich wenig getan: Es bleibt bei maximal 16 CPU-Kernen mit 32 Threads, der 7-nm-FinFET-Fertigung von TSMC und einer TDP von 65 oder 105 Watt. Doch unter der Haube steckt jetzt Zen 3 sowie das Versprechen der schnellsten Gaming-CPU.

Deutlich mehr Leistung pro Takt
Aufgrund architektonischer Verbesserungen liegt die Pro-Takt-Leistung von Zen 3 um 19 Prozent über der Zen-2-Generation und bei Spielen macht sich dies noch deutlicher bemerkbar. Für dieses Szenario empfiehlt sich insbesondere der Ryzen 9 5900X mit zwölf Rechenkernen, der seinen Vorgänger Ryzen 9 3900X bei der Gaming-Performance um bis zu 26 Prozent übertrifft. Dabei helfen insbesondere zwei Maßnahmen: Die CPU-Kluster von Zen 3 umfassen nun acht statt vier Rechenkerne und jeder dieser Kerne kann ohne Umwege auf 32 MiB L3-Cache zurückgreifen. Den 4-Kern-Klustern von Zen 2 standen je 16 MiB L3-Cache zum direkten Zugriff zur Seite.

Der Leistungssprung aufgrund der neuen Architektur fällt diesmal sogar noch deutlicher aus als beim Wechsel von Zen+ zu Zen 2, doch da die Kernzahl unverändert bleibt, ist die Steigerung der Gesamtleistung geringer. Tatsächlich gab es auch keinen Grund, die Kernzahl weiter anzuheben, da AMD seinen Mitbewerber Intel in Hinblick auf die Multi-Thread-Performance eh schon geschlagen hatte. Mit Zen 3 fällt nun auch Intels letzte Bastion, die Single-Thread-Leistung, und damit dürfte auch die Spielekrone an AMD gehen. Beim Full-HD-Spielen schlägt AMDs 12-Kerner Ryzen 9 5900X den 10-Kerner Intel Core i9-10900K im Schnitt um sieben Prozent und mehr hat Intel derzeit nicht zu bieten.

Während Intel auch den im zweiten Quartal 2020 vorgestellten Core i9-10900K noch mit Strukturgrößen von 14 nm fertigt, greift AMD abermals auf den 7-nm-Prozess von TSMC zurück. Selbst AMDs neues Flaggschiff Ryzen 9 5950X mit 16 Kernen schafft damit eine TDP von 105 Watt, während Intel trotz einer Differenz von sechs Kernen auf 125 Watt gehen muss. Und es kommt noch schlimmer: Auch Intels für das zweite Quartal 2021 angekündigte elfte Core-Generation mit dem Codenamen Rocket Lake wird wohl wieder auf die 14-nm-Fertigung zurückgreifen müssen. Es scheint, als tanze AMD seinem großen Rivalen derzeit nach Belieben auf der Nase herum.

Die CPU-Modelle
Der offizielle Verkaufsstart für Zen 3 wurde auf den 5. November 2020 terminiert und zum Auftakt gibt es vier Modelle mit 6, 8, 12 und 16 Kernen zu Preisen zwischen 299 und 799 US-Dollar. Da die US-Preise ohne Mehrwertsteuer angegeben werden, dürften die Euro-Preise noch etwas darüber liegen. Im Vergleich zur Vorgängergeneration hat AMD die Preise jedes Modells um 50 US-Dollar angehoben. Ein CPU-Kühler, der Wraith Stealth, liegt nur dem Ryzen 5 5600X bei.

  • AMD Ryzen 9 5950X (16 Kerne/32 Threads @ 3,4-4,9 GHz; 72 MiB Cache; 105 W TDP): 799 US-Dollar
  • AMD Ryzen 9 5900X (12 Kerne/24 Threads @ 3,7-4,8 GHz; 70 MiB Cache; 105 W TDP): 549 US-Dollar
  • AMD Ryzen 7 5800X (8 Kerne/16 Threads @ 3,8-4,7 GHz; 36 MiB Cache; 105 W TDP): 449 US-Dollar
  • AMD Ryzen 5 5600X (6 Kerne/12 Threads @ 3,7-4,6 GHz; 35 MiB Cache; 65 W TDP): 299 US-Dollar

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